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Materia medica · Nr. 3639

LSD (Lysergic Acid Diethylamide)

LSD.

In 1.898 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

LSD (Lysergsäurediethylamid) ist ein halbsynthetischer Abkömmling der Mutterkornalkaloide und gehört damit stofflich in die Nähe von Secale cornutum. Als homöopathisches Mittel ist es erst in neuerer Zeit geprüft worden und wird in den klassischen Werken der Materia medica nicht geführt. Die vorliegenden Rubriken betreffen fast ausschließlich Wahrnehmung, Traum und Zeitgefühl: das Erleben, auf einer Reise zu sein, hellsichtige Eindrücke und Träume von verkleinerten Tieren.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; für dieses moderne Mittel liegt keine konstitutionelle Zeichnung vor.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie wenigen vorliegenden Rubriken nennen Hellsichtigkeit und die Wahnidee, sich auf einer Reise zu befinden. Verzeichnet ist außerdem ein Zustand widersprüchlicher und wechselnder Verfassungen. Ein ausgearbeitetes Temperamentsbild ist in der Literatur nicht beschrieben.

Gemütsbild

Wahnidee, auf einer Reise zu seinHellsichtige Eindrücke und veränderte WahrnehmungWidersprüchliche und einander ablösende ZuständeTräume von verkleinerten Tieren

Zum Gemüt liegen nur wenige Rubriken vor, und sie stammen aus einer modernen Prüfung, nicht aus der klassischen Materia medica. Verzeichnet sind Hellsichtigkeit, allgemeine Wahnideen und ausdrücklich die Vorstellung, sich auf einer Reise zu befinden. Dazu treten Träume von Tieren in verkleinerter Gestalt. Im Kapitel Allgemeines ist außerdem ein Zustand widersprüchlicher und wechselnder Verfassungen ausgewiesen, was zu dem Bild einer instabilen, zwischen Gegensätzen schwankenden Wahrnehmung passt. Da die Datenlage schmal ist, sollte über diese Angaben hinaus nichts als gesichert gelten; weitere Aussagen zum Wesen des Mittels sind in der Literatur nicht näher beschrieben.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine eigenen Angstrubriken ausgewiesen, Beklommenheit bei den beschriebenen Wahrnehmungsveränderungen

Leitsymptome

Die körperlichen Rubriken sind schwach besetzt; im Vordergrund stehen die Wahrnehmungs- und Traumsymptome
Verschlechterung am Nachmittag, ausdrücklich um 16 Uhr und in der Zeit von 16 bis 20 Uhr, sowie abends um 19 Uhr
Ausgeprägte Kälteempfindlichkeit mit Kältegefühl in inneren Teilen
Rasches Berauschtsein bereits durch geringe Mengen Alkohol
Schwächeanfälle und Ohnmachtsneigung
Widersprüchliche, einander ablösende Zustände als allgemeines Kennzeichen
Verschlechterung
  • Nachmittags, besonders von 16 bis 20 Uhr
  • Kalte Luft und Kälte allgemein
  • Alkoholische Getränke
  • Nach dem Essen
Verbesserung
  • Frische Luft im Freien
  • Nach dem Essen, in den Rubriken widersprüchlich verzeichnet
  • Ruhe
  • Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In modernen Repertorien bei Wahnideen und veränderter Wahrnehmung aufgeführtBei der Vorstellung, sich auf einer Reise zu befinden, verzeichnetBei Träumen von verkleinerten Tieren genanntBei Zuständen widersprüchlicher, rasch wechselnder Verfassung aufgeführtDie Datenbasis ist schmal; weitergehende Zuordnungen sind in der klassischen Literatur nicht beschrieben

Abgrenzung

Stofflich steht LSD den Mutterkornmitteln nahe, allen voran Secale cornutum, das jedoch ein ganz anderes Bild zeigt: Gefäßverengung, brennende Schmerzen mit Verlangen nach Kälte und Trockenbrand. Cannabis indica ist das klassische Mittel für verzerrtes Zeit- und Raumempfinden mit dem Wechsel von Überschwang und Angst und deutlich breiter geprüft. Anhalonium und Agaricus muscarius werden ebenfalls bei veränderten Sinneseindrücken genannt. Angesichts der schmalen Datenlage sollte LSD nur bei sehr deutlicher Übereinstimmung der wenigen kennzeichnenden Symptome in Betracht gezogen werden.

Verwandte Mittel

Cannabis indicaSecale cornutumAgaricus muscariusAnhalonium lewiniiOpiumStramonium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.