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Materia medica · Nr. 2095

Lonicera periclymenum

Lon-p.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lonicera periclymenum, das Wald-Geißblatt oder Echte Jelängerjelieber, ist ein rankendes Geißblattgewächs der europäischen Wälder mit stark duftenden Blüten und roten, giftigen Beeren. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines Mittel. Der gesamte Repertoriumsbestand liegt beim Gemüt und führt eine einzige Angabe: Reizbarkeit.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie einzige überlieferte Angabe betrifft die Reizbarkeit; ein ausgearbeitetes Temperamentsbild ergibt sich daraus nicht. Lonicera periclymenum gehört zu den kaum geprüften Pflanzenmitteln, die mit wenigen Zeilen in die Materia medica gelangt sind. Über die Reizbarkeit hinausgehende Wesenszüge werden hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Reizbarkeit als einzige überlieferte GemütsangabeKein ausgearbeitetes PersönlichkeitsbildKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Der gesamte Bestand des Mittels liegt im Kapitel Gemüt und beschränkt sich auf die Reizbarkeit. Die Angabe steht ohne nähere Bestimmung: Es ist nicht überliefert, ob die Reizbarkeit mit Zorn, mit Empfindlichkeit gegen Geräusche oder mit körperlichen Beschwerden einhergeht. Die verwandten Geißblattgewächse der Materia medica - Sambucus nigra mit seiner nächtlichen Atemnot und Viburnum opulus mit den krampfartigen Regelschmerzen - haben eigene, deutlich breiter gezeichnete Bilder, die sich nicht auf Lonicera periclymenum übertragen lassen. Wer das Mittel erwägt, geht allein von der überlieferten Angabe aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Körperliche Leitsymptome sind nicht überliefert; der Bestand liegt vollständig beim Gemüt
Reizbarkeit als einzige verzeichnete Zuordnung
Die ältere Literatur nennt die Beeren als giftig und erwähnt Reizerscheinungen von Magen und Darm nach ihrem Genuss, entwickelt daraus aber kein Arzneimittelbild
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

ReizbarkeitGemütsverstimmung mit gereizter GrundstimmungWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Reizbarkeit ist eine der am dichtesten besetzten Rubriken des Repertoriums; sie allein führt zu keiner Mittelwahl. Chamomilla mit der untröstlichen, nichts duldenden Gereiztheit, Nux vomica mit der überarbeiteten, jähzornigen Ungeduld, Bryonia alba mit dem Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden, und Staphysagria mit der unterdrückten, nachträglich aufbrechenden Empörung sind die ausgearbeiteten Mittel dieses Bereichs. Lonicera periclymenum bleibt demgegenüber ein Randmittel ohne begleitende Zeichen.

Verwandte Mittel

ChamomillaNux vomicaStaphysagriaSambucus nigraViburnum opulus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.