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Materia medica · Nr. 2083

Lobelia erinus

Lob-e.

In 17 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lobelia erinus, die Männertreu oder Blaue Lobelie, ist ein südafrikanisches Glockenblumengewächs und in der Homöopathie ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel. Die Repertorien führen es bei Geschwulsterkrankungen, besonders der Brustdrüse, sowie bei Hornhautentzündung, Ohrenschmerz, Schwerhörigkeit und zehrendem Fieber. Es steht damit deutlich abseits der besser bekannten Lobelia inflata mit ihren Atemwegszeichen.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die wenigen Quellen beschreiben keinen Konstitutionstyp; genannt werden herabgekommene Menschen mit zehrendem Fieber.
Thermalitätwechselnd
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Über Wesen und Stimmung äußert sich die Literatur zu diesem Mittel nicht; die alten Angaben beschränken sich auf einige klinische Verwendungen. Ein Temperamentsbild lässt sich daher nicht belegen.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenAuswahl nach den wenigen körperlichen Zeichen

Für Lobelia erinus liegen keine Gemütszeichen vor. Das Mittel ist über eine kurze klinische Überlieferung in die Repertorien gelangt und nie systematisch am Gesunden geprüft worden. Damit fehlt die Grundlage, auf der sich ein seelisches Bild darstellen ließe. Wer das Mittel erwägt, tut dies anhand der wenigen körperlichen Zeichen, nicht anhand des Gemüts. Auch die klinischen Angaben sind knapp und in ihrer Herkunft nicht durchgängig nachvollziehbar.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Geschwulsterkrankungen, in den klinischen Rubriken allgemein und für die Brustdrüse aufgeführt
Entzündung der Hornhaut, in den Rubriken ausdrücklich als tiefliegende Form verzeichnet
Ohrenschmerz
Verlust des Gehörs
Zehrendes Fieber
Verdorbener Magen
Verschlechterung
  • Für dieses Mittel sind keine Verschlimmerungen geprüft
  • Fortschreitende Zehrung bei anhaltendem Fieber
Verbesserung
  • Für dieses Mittel sind keine Besserungen geprüft
  • Ruhe, wie allgemein bei zehrenden Zuständen beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Geschwülste, in Repertorien allgemein und für die Brustdrüse aufgeführtHornhautentzündung des AugesOhrenschmerz und SchwerhörigkeitZehrendes FieberVerdorbener Magen

Abgrenzung

Lobelia inflata, das bekannte Mittel derselben Gattung, ist ausführlich geprüft und steht für Übelkeit mit Schwächegefühl in der Magengrube und für asthmatische Atemnot — mit Lobelia erinus teilt es kaum mehr als den Namen. Bei Geschwülsten der Brustdrüse sind Conium maculatum, Phytolacca decandra und Carbo animalis die weit besser belegten Mittel. Bei Hornhautentzündung werden vor allem Mercurius corrosivus und Kalium bichromicum genannt.

Verwandte Mittel

Lobelia inflataConium maculatumPhytolacca decandraCarbo animalisSilicea

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.