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Materia medica · Nr. 2082

Lobelia dortmanna

Lob-d.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lobelia dortmanna, die Wasser-Lobelie, ist ein Glockenblumengewächs, das untergetaucht in nährstoffarmen Seen wächst und nur seine Blütenähre über das Wasser streckt. In der homöopathischen Literatur steht sie weit hinter der bekannten Lobelia inflata zurück. Die Datenbasis führt sie mit Kopfschmerz, Ohrgeräuschen und Magenbeschwerden auf, wobei der Magenpförtner eigens genannt wird. Das Bild ist knapp und beruht auf wenigen überlieferten Angaben.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Für Lobelia dortmanna wurde kein Konstitutionsbild ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen Kopf, Ohr und Magen. Für die Gattung beschreibt die Materia medica über Lobelia inflata einen Zustand von Übelkeit mit Beklemmung und der Furcht, nicht genug Luft zu bekommen; für die Wasser-Lobelie ist das nicht belegt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetFür Lobelia inflata werden Beklemmung und Furcht bei Übelkeit beschriebenKein eigenständiges seelisches Bild überliefert

Zum Gemüt von Lobelia dortmanna führt die Datenbasis keine Rubrik. Die Gattung ist in der Arzneimittellehre vor allem durch Lobelia inflata vertreten, den Indianertabak, dessen Bild von Übelkeit, Beklemmung in der Brust und der Furcht vor dem Ersticken bestimmt ist. Diese Züge auf die Wasser-Lobelie zu übertragen wäre nicht belegt und würde ein Bild vortäuschen, das die Quellen nicht hergeben. Was für Lobelia dortmanna vorliegt, sind drei körperliche Bereiche: Kopf, Ohr und Magen, und diese sollten den Ausschlag für eine Erwägung des Mittels geben.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden im Bereich des Magenpförtners, die eigentümlichste Angabe des Mittels
Verdorbener Magen, in den Magenrubriken als eigener Eintrag geführt
Kopfschmerz, ohne nähere Kennzeichnung der Art verzeichnet
Ohrgeräusche, in den Ohrrubriken als eigener Eintrag verzeichnet
Die Verbindung von Magenbeschwerden mit Kopf- und Ohrsymptomen ist der auffälligste Zug dieses schmalen Bildes
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Magenbeschwerden mit Betonung des MagenpförtnersVerdorbener MagenKopfschmerzOhrgeräuscheKopf- und Ohrsymptome zusammen mit Magenbeschwerden

Abgrenzung

Lobelia inflata ist das ausgearbeitete Hauptmittel der Gattung und wird bei Übelkeit mit Beklemmung, bei Atemnot und Erschöpfung herangezogen; Lobelia purpurascens und Lobelia syphilitica sind gleichfalls, aber selten geführt. Für Beschwerden am Magenausgang werden Ornithogalum umbellatum, Kalium bichromicum und Anacardium orientale genannt, wobei Ornithogalum diesem Bereich klassisch am nächsten steht. Lobelia dortmanna bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis.

Verwandte Mittel

Lobelia inflataOrnithogalum umbellatumKalium bichromicumLobelia purpurascensNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.