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Materia medica · Nr. 2075

Lithium phosphoricum

Lith-p.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lithium phosphoricum ist ein Mineralsalz aus dem Leichtmetall Lithium und der Phosphorsäure. Es ist ein kleines, kaum geprüftes Mittel: Während Lithium carbonicum durch Hering und die ältere Literatur ein umrissenes Bild mit Gelenk- und Herzbeschwerden erhielt, stammen die Angaben zu den übrigen Lithiumsalzen überwiegend aus der neueren, am Periodensystem orientierten Arzneimittellehre. In OpenHomeopath ist bislang eine einzige Rubrik verzeichnet: die Abneigung gegen Austern.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionstyp ist für dieses Salz nicht beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentGesicherte Angaben fehlen. Die am Periodensystem orientierte Literatur ordnet Lithium der zweiten Reihe zu und verbindet diese mit den Themen Ich-Findung, Abgrenzung und dem ersten Stehen auf eigenen Füßen; der Phosphoricum-Anteil wird dort mit Empfindsamkeit, Zuwendungsbedürfnis und rascher Erschöpfung verknüpft. Diese Zuordnungen sind Deutungen des Systems und nicht durch Prüfungssymptome belegt.

Gemütsbild

Kein geprüftes Gemütsbild überliefertIn der Systematik: Ich-Findung und AbgrenzungIm Salzanteil phosphoricum: Empfindsamkeit und rasche Erschöpfung

Für Lithium phosphoricum liegt kein aus Arzneiprüfungen gewonnenes Gemütsbild vor. Die neuere Literatur leitet mögliche Themen aus der Stellung des Elements im Periodensystem ab: Lithium steht am Anfang der zweiten Reihe, die dort mit dem Beginn eines eigenständigen Ich und der Frage nach der eigenen Zugehörigkeit verbunden wird. Der Phosphorsäureanteil wird mit Weichheit, Empfindsamkeit für andere und einer Neigung zu rascher Erschöpfung verknüpft. Das sind Ableitungen aus einem System und keine geprüften Symptome. Die einzige Repertoriumsangabe betrifft eine Speiseabneigung und sagt über das Gemüt nichts aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Abneigung gegen Austern - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Gelenkbeschwerden mit Harnsäurethematik werden in der Literatur für die Lithiumsalze allgemein genannt, vor allem für Lithium carbonicum
Ein eigenes Organbild für das Phosphatsalz ist nicht überliefert
Weitere körperliche Leitsymptome sind aus Prüfungen nicht bekannt
Verschlechterung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Austern - die einzige verzeichnete Angabe des Mittels
  • Weitere Abneigungen sind nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Abneigung gegen Austern - einzige RepertoriumsrubrikÜber weitere Anwendungsbereiche liegen keine belastbaren Angaben vorIn der klassischen Materia medica ist dieses Salz nicht ausgearbeitet

Abgrenzung

Lithium carbonicum ist das einzige breit beschriebene Mittel dieser Gruppe; es führt Gelenkbeschwerden mit Steifheit, Herzbeschwerden und Kopfschmerz, der sich nach dem Essen bessert. Lithium muriaticum und Lithium fluoricum stehen ebenso wie das Phosphat ohne eigene Prüfung. Von Phosphorus und Acidum phosphoricum, die den Salzanteil beisteuern und umfassend geprüft sind, unterscheidet sich Lithium phosphoricum durch das Fehlen jeder eigenen Symptomenzeichnung.

Verwandte Mittel

Lithium carbonicumLithium muriaticumAcidum phosphoricumPhosphorusNatrium phosphoricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.