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Materia medica · Nr. 2071

Lithium lacticum

Lith-lac.

Auch: Lith-l.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lithium lacticum ist das milchsaure Lithiumsalz. Lithiumverbindungen wurden im 19. Jahrhundert bei Gicht und Harnsäurebeschwerden verwendet, weil sie Harnsäure in Lösung halten; daraus erklärt sich die Zuordnung des Mittels. Die Datenbasis führt es mit ihrem deutlichsten Eintrag bei Beschwerden der Gelenke der oberen Gliedmaßen und im klinischen Kapitel bei rheumatischen Beschwerden.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Literatur zu den Lithiumsalzen beschreibt Menschen mit harnsaurer Belastung und Gelenkbeschwerden, ohne eine bestimmte Gestalt zu nennen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Das besser geprüfte Lithium carbonicum wird mit Schwermut und Empfindlichkeit beschrieben, doch gehört dies jenem Mittel und wird hier nicht als Bild der Verbindung ausgegeben.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertZermürbung durch wiederkehrende GelenkschmerzenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Lithium lacticum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Überlieferung beschränkt sich auf die Gelenke und auf die alte Verwendung der Lithiumsalze bei harnsaurer Belastung. Die Erschöpfung und Verdrossenheit, die anhaltende Gelenkschmerzen mit sich bringen, gehören zur Beschwerde selbst und sind kein geprüftes Arzneimittelbild. Wer das Mittel erwägt, geht vom Befund an den Gelenken aus, insbesondere von der Beteiligung der oberen Gliedmaßen, die in der Datenbasis den höchsten Grad trägt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden der Gelenke an den oberen Gliedmaßen - die am stärksten bewertete Angabe des Mittels
Beschwerden der oberen Gliedmaßen allgemein, ebenfalls mit erhöhtem Grad geführt
Rheumatische Beschwerden, im klinischen Kapitel der Datenbasis verzeichnet
Die Lithiumsalze wurden klassisch der harnsauren Belastung zugeordnet; darauf beruht die Nähe zu Gichtbeschwerden
Verschlechterung
  • Bewegung der betroffenen Gelenke und Beginn der Bewegung
  • Kaltes, feuchtes Wetter, wie bei rheumatischen Beschwerden allgemein beschrieben
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe der betroffenen Gelenke
  • Trockenes Wetter

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Gelenkbeschwerden der oberen Gliedmaßen aufgeführtIn Repertorien bei Beschwerden der oberen Gliedmaßen genanntIn Repertorien bei rheumatischen Beschwerden verzeichnet

Abgrenzung

Lithium carbonicum ist die breit geprüfte Verbindung der Reihe und zeigt neben den Gelenkbeschwerden einen Bezug zu Herz und Harnwegen sowie eine Besserung nach dem Essen. Benzoicum acidum ist an dem stark riechenden, dunklen Harn bei Gichtbeschwerden kenntlich. Ledum palustre steht bei Gelenkbeschwerden, die von unten nach oben ziehen und sich durch kalte Anwendungen bessern. Colchicum autumnale ist bei akutem Gichtanfall mit äußerster Berührungsempfindlichkeit ausgearbeitet. Lithium lacticum bleibt daneben ein kleiner Eintrag, der vor allem über die Beteiligung der oberen Gliedmaßen gekennzeichnet ist.

Verwandte Mittel

Lithium carbonicumLithium muriaticumBenzoicum acidumLedum palustreColchicum autumnale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.