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Materia medica · Nr. 2065

Lithium bromatum

Lith-br.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lithium bromatum ist das Lithiumbromid, eine Verbindung aus zwei Stoffen mit Bezug zum Nervensystem: dem Lithium, das in der Arzneimittellehre bei rheumatischen und gichtischen Zuständen sowie bei Beschwerden mit Herzbezug genannt wird, und dem Brom mit seiner dämpfenden Wirkung. Die eigene Prüfung ist sehr schmal; verzeichnet sind Schwindel, schwerfällige, verwaschene Sprache und ein klinischer Eintrag zum Schlaganfall.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist für die Verbindung nicht ausgearbeitet. Die schmale Datenbasis lässt dazu keine Aussage zu.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die für Bromum beschriebene Unruhe und die für Lithium carbonicum genannte Verdrießlichkeit gehören jenen Mitteln und werden hier nicht auf die Verbindung übertragen.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt auf Schwindel, Sprache und HirndurchblutungIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Lithium bromatum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Bromsalze wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert breit als beruhigende Mittel verwendet; die dabei beobachteten Erscheinungen einer Übersättigung - Benommenheit, schwerfällige Sprache, Gangunsicherheit - stehen dem hier verzeichneten Bild nahe. Eine eigenständige homöopathische Prüfung mit ausgearbeitetem Gemütsbild liegt jedoch nicht vor, und es wird hier keines ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwindel - eines der eigenständigen Kapitel, in denen das Mittel geführt wird
Schwerfällige, verwaschene Sprache
In den klinischen Rubriken beim Schlaganfall verzeichnet
Die Verbindung eines dämpfenden Bromsalzes mit dem Lithium erklärt den überlieferten Bezug zu Benommenheit und unsicherer Sprache
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schwindel aufgeführtIn Repertorien bei schwerfälliger Sprache genanntIn den klinischen Rubriken beim Schlaganfall verzeichnet

Abgrenzung

Lithium carbonicum ist das breiter beschriebene Lithiumsalz mit dem bekannten Bezug zu rheumatischen Gelenkbeschwerden, Herzbeschwerden und Harnsäureablagerungen. Bromum steht bei Erstickungsgefühl im Kehlkopf, Besserung am Meer und Drüsenverhärtungen. Bei verwaschener Sprache und Folgen von Durchblutungsstörungen des Gehirns sind Baryta carbonica, Causticum und Arnica montana ausgearbeitet. Lithium bromatum bleibt eine Verbindung mit sehr schmaler eigener Datenbasis und kommt nur bei genauer Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Lithium carbonicumBromumKalium bromatumBaryta carbonicaCausticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.