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Materia medica · Nr. 2053

Linaria vulgaris

Lina.

In 18 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Linaria vulgaris, das Gewöhnliche Leinkraut oder Frauenflachs, ist ein einheimisches Wegerichgewächs mit gelben, löwenmaulartigen Blüten. In der Homöopathie ist es ein kleines Mittel; die Repertorien führen es vor allem beim nächtlichen Einnässen mit krampfartigem Charakter auf, daneben bei Durchfall, Hämorrhoiden, Prickeln und Rauheit der Zunge sowie bei Ohnmachtsneigung.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben wird das Mittel vor allem bei Kindern mit Einnässen; ein eigener Körpertyp ist nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Temperament ist in der Literatur nicht näher beschrieben. Als Allgemeinzeichen verzeichnen die Rubriken eine Neigung zu Schwäche bis zur Ohnmacht, die auf eine leichte Erschöpfbarkeit hindeutet. Die Pflanze wurde in der Volksmedizin als harntreibendes und abführendes Mittel verwendet, was den Zeichen an Blase und Darm entspricht.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbank verzeichnetLeichte Erschöpfbarkeit bis zur OhnmachtMittel wird über die Blasen- und Darmzeichen erschlossen

Zu Linaria vulgaris liegen keine Gemütsrubriken vor. Das Leinkraut ist als Volksheilpflanze seit langem bekannt, seine homöopathische Prüfung blieb jedoch bruchstückhaft, und ein seelisches Bild hat sich nicht ausgebildet. Die überlieferten Beobachtungen betreffen Blase, Darm, Mund und Auge. Was sich für die Praxis daraus ergibt, ist eine Zuordnung nach den körperlichen Zeichen, allen voran dem nächtlichen Einnässen. Wo bei einem Kind mit Einnässen ein deutliches Gemütsbild im Vordergrund steht, führt dieses in der Regel zu einem der besser geprüften Mittel.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine eigenen Angstrubriken verzeichnet

Leitsymptome

Unwillkürlicher Harnabgang nachts im Bett, in den Rubriken als krampfartiges Einnässen verzeichnet
Durchfall
Hämorrhoiden
Prickeln und Rauheit der Zunge
Entzündung der Augen
Neigung zu Schwäche und Ohnmacht
Verschlechterung
  • Nachts, mit unwillkürlichem Harnabgang im Schlaf
  • Aufrichten aus liegender Stellung, mit Schwächegefühl
  • Stuhlgang, bei Hämorrhoiden
Verbesserung
  • Liegen
  • Frische Luft bei Schwächegefühl

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken kein Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Nächtliches Einnässen mit krampfartigem Charakter, in Repertorien dem Mittel zugeordnetDurchfallHämorrhoidenPrickeln und Rauheit der ZungeNeigung zur Ohnmacht

Abgrenzung

Bei nächtlichem Einnässen sind Causticum, Equisetum hiemale und Kreosotum die weit besser belegten Mittel: Causticum bei Harnabgang im ersten Schlaf, Equisetum bei reichlichem Harn ohne erkennbaren Befund, Kreosotum bei so tiefem Schlaf, dass das Kind nicht erwacht. Senecio jacobaea wird dem krampfartigen Einnässen ebenfalls zugeordnet, dort in Verbindung mit einer wund-empfindlichen Wirbelsäule. Linaria vulgaris bleibt schwach geprüft und kommt vor allem bei Verbindung von Einnässen mit Darmbeschwerden in den Blick.

Verwandte Mittel

CausticumEquisetum hiemaleKreosotumSenecio jacobaeaBelladonna

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.