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Materia medica · Nr. 2047

Limulus cyclops

Lim.

Auch: lim

In 15 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Limulus cyclops ist der Pfeilschwanzkrebs, ein urtümliches Meerestier mit blauem, kupferhaltigem Blut. Die Repertorien führen das Mittel bei Beschwerden von Mastdarm und After, bei Hautsymptomen und mit einer auffälligen Modalität: Verschlimmerung nach dem Baden im Meer. Im Gemüt sind Pflichtbewusstsein und die Unfähigkeit, um etwas zu bitten, verzeichnet.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert. Beschrieben werden Menschen mit blasser bis bläulicher Hautfarbe und schlechter Durchblutung der Körperenden.
Thermalitätfrostig
TemperamentBeharrlichkeit prägt das Bild: Auch beschwerliche Pflichten werden zu Ende gebracht, ohne dass geklagt wird. Dazu gehört eine gewisse Härte gegen sich selbst und eine Zurückhaltung, die es schwer macht, Unterstützung anzunehmen.

Gemütsbild

Beharrlichkeit auch bei beschwerlichen PflichtenBittet nicht um Hilfe und stellt keine ForderungenZurückhaltung und SelbstgenügsamkeitAushalten statt Klagen

Die beiden verzeichneten Gemütsangaben ergeben ein knappes, aber stimmiges Bild: Beharrlichkeit bei der Erfüllung beschwerlicher Pflichten und die Eigenart, um nichts zu bitten. Beschrieben werden Menschen, die eine übernommene Aufgabe zu Ende führen, gleichgültig wie mühsam sie wird, und die dabei nicht um Erleichterung nachsuchen. Sie machen wenig Aufhebens um sich, tragen Beschwerden still und wirken nach außen unerschütterlich. Die moderne Literatur der Meerestiere bringt diesen Zug mit dem Panzer und der Langlebigkeit des Tieres in Verbindung: außen hart, innen empfindlich. Die Grundlage ist schmal; das Bild sollte nicht überdehnt werden.

Ängste: Zurückhaltung, anderen zur Last zu fallen, Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden von Mastdarm und After: Hämorrhoiden, Verstopfung und Durchfall im Wechsel
Wässrige, choleraartige Durchfälle sind als Eintrag verzeichnet
Hautsymptome, in der Literatur mit Jucken und Reizungen beschrieben
Verschlimmerung nach dem Baden im Meer, eine für das Mittel bezeichnende Modalität
Fiebrige Zustände
Klinisch ist ferner ein Eintrag zum Schlaganfall verzeichnet
Verschlechterung
  • Baden im Meer, Aufenthalt am Meer
  • Kälte und Nässe
Verbesserung
  • Wärme
  • In der übrigen Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Hämorrhoiden und Beschwerden des AftersWechsel von Verstopfung und DurchfallJuckende HautbeschwerdenBeschwerden, die sich nach dem Baden im Meer verstärken

Abgrenzung

Innerhalb der Meerestiere teilt Astacus fluviatilis, der Flusskrebs, den Bezug zu Nesselausschlag und Leber, ist aber durch das rasche Aufschießen der Quaddeln gekennzeichnet. Homarus, der Hummer, wird bei Verdauungsbeschwerden mit Übelkeit genannt. Bei Hämorrhoiden mit Wechsel von Verstopfung und Durchfall stehen klassisch Nux vomica, Aesculus hippocastanum mit dem Kreuzschmerz und Sulphur im Vordergrund. Für Limulus spricht vor allem die Verschlimmerung durch Seebäder zusammen mit den Mastdarmbeschwerden.

Verwandte Mittel

Astacus fluviatilisHomarusAesculus hippocastanumNux vomicaSepia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.