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Materia medica · Nr. 2040

Liatris spicata

Liat.

Auch: Liatr.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Liatris spicata, die Ährige Prachtscharte, ist ein nordamerikanischer Korbblütler, im englischen Sprachraum als Button Snakeroot oder Blazing Star bekannt. Boericke führt das Mittel als Wassersuchtsmittel: Die Literatur beschreibt allgemeine Wasseransammlung im Gewebe, geschwollene Nieren und eine anhaltende harntreibende Wirkung. Dazu treten chronischer Durchfall und schlecht heilende Geschwüre. Es handelt sich um ein kleines, organbezogenes Mittel ohne ausgearbeitetes Gemütsbild.

Konstitution

KörperbauBeschrieben wird kein bestimmter Habitus, sondern ein Zustand: aufgeschwemmte, wasserdurchtränkte Gewebe mit teigigen Schwellungen, wie sie bei geschwächter Nierentätigkeit auftreten.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. Die Literatur behandelt Liatris spicata als organbezogenes Mittel der Nieren und der Wasserausscheidung; ein eigenständiges Wesensbild wird nicht gezeichnet.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Nieren, Wasserhaushalt, Stuhl und Haut erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Liatris spicata liegen in der Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken vor. Die amerikanische eklektische Medizin, aus der das Mittel in die Homöopathie gelangt ist, verwendete die Wurzel als harntreibendes und tonisierendes Mittel; die homöopathische Literatur schließt daran an und beschreibt vor allem die Wirkung auf Nieren und Gewebeflüssigkeit. Boericke nennt allgemeine Wassersucht mit Eiweiß im Harn sowie Bauchwassersucht. Was an seelischer Verfassung beschrieben wird, ist die allgemeine Erschöpfung schwer wassersüchtiger Zustände, nicht ein kennzeichnendes Gemütsbild des Mittels. Über diese Einordnung hinaus lässt sich nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wasseransammlung im Gewebe, in den Rubriken als Wassersucht geführt; die Literatur nennt allgemeine Schwellung und Bauchwassersucht
Geschwollene, ödematöse Nieren, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
Anhaltender, chronischer Durchfall
Schlecht heilende Geschwüre der Haut
Boericke beschreibt eine deutliche harntreibende Wirkung mit vermehrter Harnmenge
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Die Literatur nennt keine kennzeichnenden Verschlechterungen
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Beschrieben wird lediglich das Nachlassen der Schwellung mit einsetzender Harnausscheidung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Wassersucht und allgemeiner Gewebeschwellung aufgeführtBei ödematöser Schwellung der Nieren verzeichnetBei chronischem Durchfall genanntBei schlecht heilenden Geschwüren geführt

Abgrenzung

Apis mellifica zeigt ebenfalls Wasseransammlung, dort aber mit stechenden, brennenden Schmerzen, Durstlosigkeit und deutlicher Verschlechterung durch Wärme. Apocynum cannabinum ist das größere und besser geprüfte Mittel der Wassersucht mit spärlichem Harn und Übelkeit. Digitalis purpurea steht bei Wassersucht kardialen Ursprungs mit langsamem, unregelmäßigem Puls im Vordergrund. Liatris spicata bleibt demgegenüber ein kleines, wenig geprüftes Mittel, das über die Nierenschwellung und die gleichzeitig bestehenden Darm- und Hautzeichen bestimmt wird.

Verwandte Mittel

Apocynum cannabinumApis mellificaDigitalis purpureaHelleborus nigerTerebinthina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.