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Materia medica · Nr. 2039

Levome promazinum

Levo.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Levomepromazin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Phenothiazine, in der Schulmedizin als Neuroleptikum zur Dämpfung von Unruhe und als Begleitmittel eingesetzt. In der Homöopathie gehört es zu den seltenen Mitteln aus zubereiteten Arzneistoffen, wie sie vor allem im französischen Sprachraum geführt werden. Der vorliegende Bestand ist auf eine einzige Gemütsangabe beschränkt: Heißhungeranfälle (Bulimie).

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Mittel aus zubereiteten Arzneistoffen werden über den Stoff und seine bekannten Wirkungen beschrieben, nicht über den Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Beschrieben wird lediglich der Zusammenhang mit Zuständen von Unruhe und Anspannung, für die der Ausgangsstoff in der Schulmedizin verwendet wird.

Gemütsbild

Anfallsartiger Heißhunger (Bulimie)Essen als Antwort auf innere AnspannungKein weiteres eigenständiges Gemütsbild überliefert

Der gesamte Bestand besteht aus der Zuordnung zum Kapitel Gemüt und der einwertigen Angabe Bulimie, also anfallsartigem Heißhunger. Beschrieben ist damit ein Essen, das nicht dem Hunger folgt, sondern einer inneren Spannung, und das nicht durch Sättigung endet. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt zu diesem Mittel nicht vor und wird hier nicht ergänzt. Eine Essstörung ist ein eigenständiges Krankheitsbild und gehört in fachliche Behandlung.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste im Bestand besetzt, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Keine körperlichen Rubriken im Bestand besetzt - das Mittel ist hier ausschließlich über das Gemüt geführt
Anfallsartiger Heißhunger ohne Sättigung als einzige inhaltliche Angabe
Die Literatur zum Ausgangsstoff nennt Müdigkeit und Benommenheit als bekannte Wirkungen
Belastbare eigene körperliche Leitsymptome liegen nicht vor
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Anfallsartiger Heißhunger, der sich nicht auf bestimmte Speisen richtet
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Anfallsartiger HeißhungerEssen als Antwort auf innere UnruheZustände von Anspannung, denen der Ausgangsstoff in der Schulmedizin zugeordnet wird

Abgrenzung

Bei anfallsartigem Heißhunger sind die klassischen Mittel weit besser belegt: Anacardium orientale mit dem Nachlassen der Beschwerden durch Essen, Sulfur mit dem Heißhunger gegen elf Uhr, Lycopodium clavatum mit dem raschen Sättigungsgefühl trotz großem Appetit und Ignatia amara mit dem Essen bei Kummer. Levomepromazin bleibt ein Randeintrag mit einer einzigen einwertigen Rubrik. Essstörungen und verordnete Arzneimittel gehören ärztlich begleitet; eine laufende Medikation ist nicht eigenmächtig zu verändern.

Verwandte Mittel

Anacardium orientaleIgnatia amaraSulfurLycopodium clavatumCarcinosinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.