Lecithinum wird aus dem Lecithin gewonnen, einem Bestandteil des Nervengewebes und des Eidotters; homöopathisch gehört es zu den Sarkoden. Das Bild ist geprägt von nervöser Erschöpfung: Geistige Anstrengung verschlimmert deutlich, Denken und Arbeiten werden zur Last, und die Kräfte reichen nicht bis zum Ende des Tages. Dazu gehören Schwere und Schwäche der Beine, Zittern und ein Gefühl von Zerschlagenheit.
Konstitution
Gemütsbild
Geistige Anstrengung verschlimmert deutlichAbneigung gegen Denken und gegen geistige ArbeitErschwerte KonzentrationErschöpfung des Geistes bis zur KraftlosigkeitBenommenheit mit dem Gefühl, wie im Traum zu seinSchwermut und gedrückte Stimmung
Das Gemütsbild ist das der Neurasthenie im Sinne der älteren Literatur. Die Repertorien führen in hohem Grad die Verschlimmerung durch geistige Anstrengung, die Abneigung gegen Denken und gegen geistige Arbeit sowie die erschwerte Konzentration und die Erschöpfung des Geistes. Hinzu treten Verwirrung, ein benommener Kopf und das Gefühl, wie in einem Traum zu leben. Die Stimmung ist gedrückt bis schwermütig. Daneben verzeichnen die Rubriken Erregbarkeit, die in Gesellschaft zunimmt, sowie Furcht. Das Bild ist damit das eines Menschen, dessen Reizbarkeit bei zugleich versiegender Kraft besteht: Er kann sich nicht sammeln, ermüdet bei jeder geistigen Beanspruchung und zieht sich zurück.
Ängste: Furcht, in den Rubriken ohne näheren Gegenstand aufgeführt, Beklemmung und Unruhe bei nervöser Erschöpfung
Leitsymptome
- Geistige Anstrengung
- Gehen und körperliche Belastung
- Abends, hinsichtlich Herzklopfen
- In Gesellschaft, hinsichtlich der Erregbarkeit
- Während der Menstruation
- Ruhe und Schlaf
- Vermeiden geistiger Beanspruchung
- Kräftigende Ernährung und Erholung
Verlangen und Abneigungen
- Alkoholische Getränke, ausdrücklich Wein
- Gesteigerter Hunger, auch während des Frostes
- Milch
- Zeitweise völlige Appetitlosigkeit
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei nervöser Erschöpfung mit Verschlimmerung durch geistige Anstrengung in hohem Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Erholungszuständen nach längerer Krankheit und nach SäfteverlustenBei Konzentrationsschwäche und Abneigung gegen geistige Arbeit verzeichnetBei Schwere und Schwäche der Beine beim Gehen genanntBei Zittern innerlich und äußerlich beschriebenBei ausbleibender Erektion im Zusammenhang mit Erschöpfung aufgeführt
Abgrenzung
Phosphoricum acidum teilt die Erschöpfung nach Säfteverlust und die geistige Gleichgültigkeit, zeigt jedoch stärker die Folge von Kummer und den reichlichen hellen Harn. Kalium phosphoricum steht der nervösen Erschöpfung nach geistiger Überlastung besonders nahe, mit ausgeprägter Reizbarkeit und Überempfindlichkeit gegen Geräusche. China officinalis zeigt die Schwäche nach Flüssigkeitsverlust mit Blähungen und Überempfindlichkeit. Phosphorus, in der Datenbank als verwandtes Mittel geführt, teilt die rasche Erschöpfbarkeit bei zugleich lebhafter Reizbarkeit.
Verwandte Mittel
PhosphorusPhosphoricum acidumKalium phosphoricumChina officinalisZincum metallicumSelenium
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.