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Materia medica · Nr. 2011

Latrodectus katipo

Lat-k.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Latrodectus katipo ist das Gift der neuseeländischen Katipo-Spinne, einer nahen Verwandten der Schwarzen Witwe. Das Mittel ist in der homöopathischen Literatur nur schmal dokumentiert; die Angaben stammen aus Vergiftungsbeobachtungen. Im Vordergrund stehen Nesselausschlag am ganzen Körper, Ohnmachtsneigung und ein auffallend langsamer Puls.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; die verzeichneten Angaben beziehen sich auf den akuten Zustand nach dem Spinnenbiss mit Kreislaufschwäche und Hautreaktion.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Latrodectus katipo ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Eine Arzneimittelprüfung mit ausgearbeitetem Gesamtbild liegt nicht vor. Was beschrieben wird, ist der akute Zustand von Schwäche und drohender Ohnmacht, nicht ein dauerhafter Wesenszug.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetAngaben stammen aus Vergiftungsbeobachtungen

Das Repertorium führt für Latrodectus katipo keine Gemütsrubriken. Die überlieferten Angaben beruhen auf Beobachtungen nach Spinnenbissen und beschreiben körperliche Zeichen. Bei der verwandten Art Latrodectus mactans ist ein deutliches Gemütsbild mit Todesangst und Schreien überliefert; dieses ohne Weiteres auf Latrodectus katipo zu übertragen, wäre nicht belegt und unterbleibt hier. Wer das Mittel erwägt, orientiert sich an der Verbindung von Nesselausschlag, Ohnmachtsneigung und langsamem Puls, die es innerhalb der Spinnenmittel kennzeichnet.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Nesselausschlag (Urtikaria) an Haut und Gliedmaßen - die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Ohnmachtsneigung und Schwächeanfälle
Langsamer Puls
In den Repertorien bei unwillkürlichen, tanzenden Bewegungen (Chorea) aufgeführt
Allgemeiner Kräfteverfall nach dem Biss
Muskelschmerzen und Unruhe der Gliedmaßen
Verschlechterung
  • Bewegung bei bestehender Schwäche
  • Aufrichten, mit Zunahme der Ohnmachtsneigung
Verbesserung
  • Ruhiges Liegen
  • In der Literatur sonst nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

NesselausschlagOhnmachtsneigung und KreislaufschwächeVerlangsamter PulsUnwillkürliche Bewegungsstörungen

Abgrenzung

Latrodectus mactans, die Schwarze Witwe, ist das deutlich besser dokumentierte Mittel derselben Gattung; es steht für heftigen Brustschmerz mit Ausstrahlung in den Arm, Erstickungsgefühl und Todesangst und ist bei Herzbeschwerden ausgearbeitet, während Latrodectus katipo den Schwerpunkt auf Haut und Ohnmachtsneigung legt. Bei Nesselausschlag sind Apis mellifica und Urtica urens breiter belegt. Digitalis purpurea führt den langsamen Puls mit dem Gefühl, das Herz stehe still. Tarentula hispanica und Mygale lasiodora decken die choreatischen Bewegungsstörungen unter den Spinnenmitteln umfassender ab.

Verwandte Mittel

Latrodectus mactansTarentula hispanicaMygale lasiodoraApis mellificaUrtica urens

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.