Lapis albus, ein kieselfluorhaltiges Kalksalz, wird in der homöopathischen Literatur als Drüsen- und Bindegewebsmittel beschrieben. Im Mittelpunkt steht die Verhärtung des Bindegewebes, dazu Schwellungen der Halsdrüsen, weicher, nachgiebiger Kropf und gutartige Fettgeschwülste. Als kennzeichnende Begleitzeichen führt das Repertorium Heißhunger neben Abneigung gegen Fleisch sowie eine Regelblutung, die zu Beginn heftig schmerzt und mit stärkerem Fluss nachlässt.
Konstitution
Gemütsbild
Kein durchgezeichnetes Gemütsbild überliefertVereinzelt geistige Schwerfälligkeit verzeichnetMittelwahl erfolgt über Drüsen-, Gewebe- und Menstruationszeichen
Das Repertorium führt für Lapis albus nur eine einzelne, schwach bewertete Gemütsangabe im Sinne einer geistigen Schwerfälligkeit; die Bezeichnung stammt aus der älteren Literatur und ist heute nicht mehr gebräuchlich. Ein tragfähiges seelisches Bild lässt sich daraus nicht gewinnen. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel durchgehend körperlich: als Mittel für Drüsenschwellungen, Bindegewebsverhärtungen und schmerzhafte Regelblutungen. Wer es erwägt, geht von diesen Zeichen aus, ergänzt um die auffällige Kombination von Heißhunger und Fleischabneigung. Gemütszuschreibungen wären an dieser Stelle nicht gedeckt.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Zu Beginn der Regelblutung
- Berührung und Druck auf die geschwollenen Drüsen
- Wenn die Regelblutung frei zu fließen beginnt
- Kalte Getränke
Verlangen und Abneigungen
- Kalte Getränke
- Heißhunger, gieriges Essen
- Fleisch - eine deutlich und mehrfach verzeichnete Angabe
In Repertorien häufig zugeordnet
Drüsenschwellungen am HalsWeicher KropfGutartige Fettgeschwülste und Knotenbildung im BindegewebeSchmerzhafte Regelblutung mit Schmerzhöhepunkt zu BeginnWeißfluss und Juckreiz im GenitalbereichTräge Darmtätigkeit
Abgrenzung
Calcarea fluorica teilt den Fluorbezug und die Neigung zu harten Drüsenknoten und Bindegewebsverhärtungen, zeigt aber die typische Besserung durch Wärme und fortgesetzte Bewegung. Silicea steht bei eiternden Drüsen mit Frostigkeit und mangelndem Durchhaltevermögen näher. Conium maculatum wird bei harten Knoten nach Prellung geführt. Das Unterscheidende an Lapis albus ist die Verbindung von weicher, elastischer Drüsenschwellung mit dem brennenden Schmerz zu Beginn der Regelblutung und der Besserung bei einsetzendem Fluss.
Verwandte Mittel
Calcarea fluoricaSiliceaConium maculatumSpongia tostaIodumBaryta carbonica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.