Lactuca virosa, der Gift-Lattich, ist in der Materia medica vor allem als Brust- und Atemwegsmittel beschrieben. Kennzeichnend sind ein trockener, krampfartiger Husten mit dem Gefühl, die Brust wolle beim Husten zerspringen, sowie nächtliche Beklemmung, die den Kranken aus dem Schlaf schreckt. Dazu tritt eine eigentümliche Empfindung, als schwebe man, die auf die betäubende Wirkung des Milchsafts zurückgeführt wird.
Konstitution
Gemütsbild
Beklemmung und Angst, in der Herzgegend empfundenEmpfindung, als schwebe manBenommenheit mit Schweregefühl im KopfUnruhe beim Erwachen in der Nacht
Das Gemütsbild ist eng an die Brustbeschwerden gebunden. Die Repertorien verzeichnen eine Angst, die ausdrücklich in der Herzgegend empfunden wird, sowie Beklemmung, die den Kranken beim Erwachen befällt. Kennzeichnend ist daneben die Empfindung, als schwebe man oder als sei der Körper leicht geworden; die klassische Literatur bringt sie mit der leicht betäubenden Eigenschaft des Milchsafts in Verbindung, der früher als mildes Schlafmittel verwendet wurde. Beschrieben werden ferner Benommenheit, Schweregefühl im Kopf und ein Zustand zwischen Schlaf und Wachen. Ein breit ausgearbeitetes seelisches Bild liegt zu diesem Mittel nicht vor; die Mittelwahl stützt sich vor allem auf die Atem- und Herzzeichen.
Ängste: Angst, die in der Herzgegend empfunden wird, Beklemmung beim nächtlichen Erwachen, Erstickungsgefühl im Husten
Leitsymptome
- Nachts und beim Erwachen
- Liegen, wegen der Beklemmung
- Husten, der den Brustschmerz auslöst
- Schlaf, in dem das Atmen erschwert ist
- Aufrechtes Sitzen
- Tiefes Durchatmen
- Frische Luft
- Ruhe nach dem Hustenanfall
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei trockenem, krampfartigem Husten mit Zerspringungsgefühl der Brust aufgeführtKlassisch zugeordnet zu keuchhustenartigen HustenanfällenBei nächtlicher Beklemmung mit Zusammenschnüren der Brust verzeichnetBei Krampfgefühl in der Herzgegend im höchsten Grad ausgewiesenBei Verstopfung im Wechsel mit Durchfall genanntIn der Literatur bei Unruhezuständen mit Schlaflosigkeit beschrieben
Abgrenzung
Drosera teilt den krampfartigen, keuchhustenartigen Husten mit Zusammenschnüren, hat aber die nächtliche Verschlimmerung nach Mitternacht und das Halten der Brust beim Husten. Cuprum metallicum steht bei krampfartigen Hustenanfällen mit Erstarrung und Blauwerden, mit Besserung durch kaltes Trinken. Coca und Cannabis indica teilen die Empfindung des Schwebens und der Leichtigkeit, mit stärkerer Veränderung des Zeit- und Raumerlebens. Opium teilt die betäubte Benommenheit, mit tiefem Schlaf und fehlender Beschwerdeäußerung. Für Lactuca virosa spricht die Verbindung von trockenem Krampfhusten, nächtlicher Brustbeklemmung und dem Schwebegefühl.
Verwandte Mittel
Drosera rotundifoliaCuprum metallicumCannabis indicaOpiumLachesisIpecacuanha
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.