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Materia medica · Nr. 3626

Lac lupinum

lac-lup.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lac lupinum ist die Milch der Wölfin, ein Mittel aus dem Kreis der Milchmittel (Lac-Reihe) und aus den modernen Prüfungen der jüngeren Homöopathie. Thematisch bewegt es sich zwischen Rudel und Einzelgänger, zwischen Wachsamkeit und Wildheit. Der vorliegende Bestand ist sehr schmal und nennt zwei Angaben: eine Abneigung gegen Äpfel und die Wahnidee, Gefahr zu wittern.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Milchmittel werden in der modernen Literatur über ihr Thema beschrieben, nicht über den Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird eine hohe Wachsamkeit: Die Umgebung wird ständig auf Bedrohung abgesucht, es besteht das Empfinden, dass etwas Schlimmes bevorsteht. Die Prüfungsliteratur der Raubtiermittel stellt daneben ein Schwanken zwischen Zugehörigkeit zum Rudel und dem Rückzug als Einzelgänger.

Gemütsbild

Wahnidee, dass Gefahr droht; Empfinden eines nahenden UnglücksAnhaltende Wachsamkeit gegenüber der UmgebungSchwanken zwischen Zugehörigkeit zur Gruppe und Rückzug, wie es die Literatur den Raubtiermitteln zuordnetWildheit und Beherrschung als Gegensatzpaar der modernen Prüfung

Die kennzeichnende Gemütsangabe des Bestandes ist die Empfindung, in Gefahr zu sein oder dass ein Unglück bevorsteht. Beschrieben wird damit eine ständige innere Alarmbereitschaft, in der die Umgebung nach Bedrohung abgesucht wird, auch wenn kein Anlass erkennbar ist. Die moderne Prüfungsliteratur der Milch- und Raubtiermittel stellt dies in den Zusammenhang von Jagd und Gejagtwerden, von Rudelzugehörigkeit und Vertreibung. Diese Deutung ist jung und wenig geprüft; der Bestand selbst umfasst nur zwei einwertige Angaben.

Ängste: Furcht, dass ein Unglück geschieht, Empfinden einer Bedrohung ohne erkennbaren Anlass

Leitsymptome

Keine eigenen Körperkapitel im Bestand besetzt - außer der Speiseabneigung ist das Mittel hier über das Gemüt geführt
Abneigung gegen Äpfel als einzige Angabe aus dem Kapitel Allgemeines
Die moderne Prüfungsliteratur nennt für die Milchmittel wechselnde, seitenwechselnde Beschwerden
Belastbare weitere körperliche Leitsymptome liegen nicht vor
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • Für die Raubtiermittel wird allgemein Bewegung im Freien genannt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen im Bestand besetzt
Abneigung
  • Äpfel - die einzige besetzte Angabe zu Speisen

In Repertorien häufig zugeordnet

Anhaltendes Empfinden von BedrohungInnere Alarmbereitschaft ohne erkennbaren AnlassZustände, die die moderne Literatur mit Zugehörigkeit und Ausgrenzung in Verbindung bringt

Abgrenzung

Das Empfinden nahender Gefahr ist bei Aconitum napellus mit der plötzlichen, heftigen Angst, bei Arsenicum album mit der ruhelosen Sorge um Sicherheit und bei Psorinum mit der Verzweiflung weit besser belegt. Innerhalb der Milchmittel steht Lac caninum mit dem Seitenwechsel und der Selbstherabsetzung nahe; unter den Raubtiermitteln teilt Lac leoninum das Thema von Rang und Rudel. Lac lupinum bleibt eine junge Prüfung mit zwei einwertigen Rubriken und trägt eine Verschreibung aus diesen Angaben allein nicht.

Verwandte Mittel

Lac caninumLac leoninumArsenicum albumAconitum napellusStramonium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.