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Materia medica · Nr. 1967

Lac leoninum

Lac-leo.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lac leoninum ist die homöopathische Zubereitung aus Löwinnenmilch und gehört zu den Lac-Mitteln, die überwiegend in modernen Arzneiprüfungen erschlossen wurden. Die Literatur verbindet es mit den Themen Rang und Ansehen, Verantwortung für die Gruppe und dem Gegensatz von Stärke nach außen und Erschöpfung nach innen. In OpenHomeopath ist bislang eine einzige Rubrik verzeichnet: Beschwerden bessern sich durch Weinen.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Prüfungsliteratur der Lac-Mittel beschreibt Zustandsbilder und keine Konstitutionstypen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentBeschrieben wird eine Haltung, die nach außen aufrecht und beherrscht wirkt, während im Inneren Anspannung und Erschöpfung bestehen. Die einzige verzeichnete Rubrik - Besserung durch Weinen - passt dazu: Erst wenn die Beherrschung nachlässt, tritt Erleichterung ein. Weitergehende Temperamentszüge sind nicht gesichert überliefert.

Gemütsbild

Besserung der Beschwerden durch WeinenBeherrschung nach außen bei innerer AnspannungRang, Ansehen und Verantwortung für andereErschöpfung unter einer selbst übernommenen Last

Die einzige verzeichnete Angabe ist bemerkenswert und passt zum Bild, das die moderne Prüfungsliteratur zeichnet: Beschwerden bessern sich, wenn geweint werden kann. Beschrieben werden Menschen, die sich als stark und zuständig erleben, Verantwortung für andere übernehmen und Schwäche nicht zeigen möchten - bis der Druck so groß wird, dass die Tränen kommen und danach Erleichterung eintritt. Die Lac-Mittel-Literatur ordnet Lac leoninum den Themen Hierarchie, Würde und Ansehen zu, verbunden mit dem Gefühl, beobachtet und beurteilt zu werden. Diese Angaben stammen aus einer jüngeren Prüfung und ersetzen keine breit abgesicherte Arzneimittelzeichnung.

Ängste: Furcht, das Gesicht zu verlieren oder an Ansehen einzubüßen, Furcht, der übernommenen Verantwortung nicht zu genügen

Leitsymptome

Beschwerden bessern sich durch Weinen - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Anspannung in Nacken und Schultern, in der Prüfungsliteratur genannt
Erschöpfung nach längerer Anspannung und Beherrschung
Weitere körperliche Leitsymptome sind nicht gesichert überliefert
Verschlechterung
  • Zurückhalten von Gefühlen und Beherrschung
  • Beobachtet und beurteilt werden, in der Prüfung genannt
Verbesserung
  • Weinen - die einzige gesicherte Modalität des Mittels
  • Rückzug aus der beobachtenden Umgebung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Abneigungen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Besserung durch Weinen - einzige RepertoriumsrubrikErschöpfungszustände nach anhaltender Selbstbeherrschung, wie sie die Prüfungsliteratur beschreibtThemen von Rang, Ansehen und Verantwortung, klassisch der Gruppe der Lac-Mittel zugeordnet

Abgrenzung

Pulsatilla weint ebenfalls leicht und wird durch Trost und Zuwendung gebessert, ist aber weich, nachgiebig und sucht Gesellschaft, während bei Lac leoninum das Weinen erst gegen einen inneren Widerstand durchbricht. Natrium muriaticum hält die Tränen zurück und verschlimmert sich durch Trost - das ist der deutlichste Gegensatz. Lac caninum teilt die Zugehörigkeit zu den Milchmitteln, ist aber durch das Gefühl der Wertlosigkeit und die seitenwechselnden Beschwerden gekennzeichnet.

Verwandte Mittel

Lac caninumLac felinumNatrium muriaticumPulsatillaPlatinum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.