Lac humanum, die Frauenmilch, gehört zu den Milchmitteln und ist über neuere Arzneimittelprüfungen in die Homöopathie gelangt. Die wenigen, aber deutlich gewichteten Rubriken der Datenbasis zeichnen ein zusammenhängendes seelisches Bild: ein ausgeprägter Mangel an Selbstvertrauen, die Vorstellung, der eigene Körper sehe hässlich aus, und Zögern beim Entscheiden. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem eigenen Wert und dem eigenen Platz.
Konstitution
Gemütsbild
Mangel an Selbstvertrauen, in den Rubriken mit hohem Grad geführtVorstellung, der eigene Körper sei hässlichZögern und UnentschlossenheitFrage nach dem eigenen Wert und dem eigenen Platz
Der bestbewertete Zug des Mittels ist der Mangel an Selbstvertrauen; er trägt das ganze Bild. Wer ihn zeigt, traut sich Aufgaben nicht zu, hält eigene Beiträge für ungenügend und braucht Bestätigung von außen, um in Bewegung zu kommen. Damit hängt das Zögern zusammen: Entscheidungen werden aufgeschoben, weil jede Möglichkeit als möglicherweise falsch erscheint. Als Eigentümlichkeit verzeichnet die Datenbasis die Wahnidee, der eigene Körper sehe hässlich aus — die Abwertung richtet sich hier gegen die eigene leibliche Erscheinung. Die neuere Prüfungsliteratur zu den Milchmitteln beschreibt darüber hinaus Themen von Nähe und Ablösung, von Angewiesensein und Selbstständigwerden; für Lac humanum wird besonders die Beziehung zwischen Mutter und Kind und die Frage der eigenen Abgrenzung genannt. Diese Angaben stammen aus modernen Prüfungen und sind mit Zurückhaltung zu behandeln.
Ängste: Furcht, den Anforderungen nicht zu genügen, Sorge um das eigene Aussehen und die Wirkung auf andere, Unsicherheit vor Entscheidungen
Leitsymptome
- keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten in den vorliegenden Rubriken
- in der Datenbasis nicht näher beschrieben
- keine gesicherten Besserungsmodalitäten in den vorliegenden Rubriken
- in der Datenbasis nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- keine charakteristischen Speiseverlangen in den vorliegenden Rubriken verzeichnet
- keine charakteristischen Speiseabneigungen in den vorliegenden Rubriken verzeichnet
- die Literatur zu den Milchmitteln nennt eine wechselnde Haltung gegenüber Milch, hier ohne Rubrikbeleg
In Repertorien häufig zugeordnet
Zustände mit ausgeprägtem Mangel an Selbstvertrauen, in Repertorien Lac humanum zugeordnetUnentschlossenheit und Zögern bei Entscheidungenabwertende Vorstellungen über den eigenen KörperThemen von Ablösung und Selbstständigwerden, wie sie die neuere Literatur den Milchmitteln zuordnet
Abgrenzung
Innerhalb der Milchmittel steht Lac maternum, die Muttermilch nach der Geburt, Lac humanum am nächsten; die neuere Literatur ordnet ihm Themen des Ankommens und der Nahrung zu. Lac caninum trägt demgegenüber das ausgeprägteste Bild von Selbstverachtung und wechselnden, die Seite wechselnden Beschwerden, Lac defloratum das von Kopfschmerz mit Übelkeit und Verstopfung. Beim Mangel an Selbstvertrauen sind Lycopodium clavatum, Silicea und Anacardium orientale die klassisch ausgearbeiteten Vergleichsmittel; Carcinosinum teilt das Bemühen, den Erwartungen anderer zu genügen.
Verwandte Mittel
Lac maternumLac caninumLac defloratumCarcinosinumSilicea
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.