Kousso, auch Kosso oder Brayera anthelmintica genannt, sind die getrockneten weiblichen Blütenstände des äthiopischen Baumes Hagenia abyssinica. In der Heimat und später in Europa galten sie als klassisches Mittel gegen den Bandwurm. Genau darauf beruht die homöopathische Zuordnung: Die Datenbasis führt Kousso bei Wurmbeschwerden mit ausdrücklichem Bezug auf Bandwürmer, daneben bei Fehlgeburt.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertUnruhe und Gereiztheit, wie sie bei Wurmbefall regelmäßig beschrieben werdenIn der Literatur nicht näher beschrieben
Für Kousso sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die überlieferten Angaben betreffen den Wurmbefall und die weiblichen Geschlechtsorgane. Die Unruhe, Reizbarkeit und der gestörte Schlaf, die bei Wurmerkrankungen häufig geschildert werden, gehören zum Krankheitsbild und sind kein geprüftes Arzneimittelbild dieser Substanz; für diese Züge ist Cina das ausgearbeitete Mittel. Die Auswahl von Kousso stützt sich deshalb auf den Befund, nicht auf das Gemüt.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, wie bei Wurmbeschwerden allgemein beschrieben
- Nach süßen und fetten Speisen
- Ruhe und Wärme am Bauch
- Nach der Entleerung des Darmes
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Wurmbeschwerden aufgeführtIn Repertorien ausdrücklich bei Bandwurmbefall genanntIn Repertorien im Zusammenhang mit Fehlgeburt verzeichnetIn Repertorien bei Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane geführt
Abgrenzung
Cina ist das breit ausgearbeitete Wurmmittel der Homöopathie, kenntlich an Reizbarkeit, Nasenbohren, Zähneknirschen und Heißhunger bei Kindern. Filix mas und Granatum stammen wie Kousso aus der Reihe der alten Bandwurmmittel und werden in den Repertorien an gleicher Stelle geführt. Santoninum ist der Wirkstoff des Wurmsamens und über Sehstörungen zusätzlich gekennzeichnet. Für Kousso spricht der ausdrückliche Bezug auf den Bandwurm; ein eigenes Gesamtbild liegt nicht vor.
Verwandte Mittel
CinaFilix masGranatumSantoninumSpigelia anthelmia
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.