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Materia medica · Nr. 1956

Kousso

Kou.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kousso, auch Kosso oder Brayera anthelmintica genannt, sind die getrockneten weiblichen Blütenstände des äthiopischen Baumes Hagenia abyssinica. In der Heimat und später in Europa galten sie als klassisches Mittel gegen den Bandwurm. Genau darauf beruht die homöopathische Zuordnung: Die Datenbasis führt Kousso bei Wurmbeschwerden mit ausdrücklichem Bezug auf Bandwürmer, daneben bei Fehlgeburt.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über seine überlieferte Verwendung beschrieben, nicht über einen Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Kousso stammt aus der Arzneistoffgeschichte der Wurmmittel und wurde homöopathisch nie umfassend geprüft.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertUnruhe und Gereiztheit, wie sie bei Wurmbefall regelmäßig beschrieben werdenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Kousso sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die überlieferten Angaben betreffen den Wurmbefall und die weiblichen Geschlechtsorgane. Die Unruhe, Reizbarkeit und der gestörte Schlaf, die bei Wurmerkrankungen häufig geschildert werden, gehören zum Krankheitsbild und sind kein geprüftes Arzneimittelbild dieser Substanz; für diese Züge ist Cina das ausgearbeitete Mittel. Die Auswahl von Kousso stützt sich deshalb auf den Befund, nicht auf das Gemüt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wurmbeschwerden mit ausdrücklichem Bezug auf Bandwürmer - die tragende Angabe des Mittels
Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane, in der Datenbasis als Oberbegriff geführt
In den Repertorien im Zusammenhang mit Fehlgeburt vermerkt; die Droge galt in größeren Gaben als reizend auf die Gebärmutter
Weitere körperliche Angaben liegen nicht vor
Verschlechterung
  • Nachts, wie bei Wurmbeschwerden allgemein beschrieben
  • Nach süßen und fetten Speisen
Verbesserung
  • Ruhe und Wärme am Bauch
  • Nach der Entleerung des Darmes

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Wurmbeschwerden aufgeführtIn Repertorien ausdrücklich bei Bandwurmbefall genanntIn Repertorien im Zusammenhang mit Fehlgeburt verzeichnetIn Repertorien bei Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane geführt

Abgrenzung

Cina ist das breit ausgearbeitete Wurmmittel der Homöopathie, kenntlich an Reizbarkeit, Nasenbohren, Zähneknirschen und Heißhunger bei Kindern. Filix mas und Granatum stammen wie Kousso aus der Reihe der alten Bandwurmmittel und werden in den Repertorien an gleicher Stelle geführt. Santoninum ist der Wirkstoff des Wurmsamens und über Sehstörungen zusätzlich gekennzeichnet. Für Kousso spricht der ausdrückliche Bezug auf den Bandwurm; ein eigenes Gesamtbild liegt nicht vor.

Verwandte Mittel

CinaFilix masGranatumSantoninumSpigelia anthelmia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.