Kola ist die Samennuss westafrikanischer Kolabäume, die dort seit langem gekaut wird, um Müdigkeit und Hunger zu überstehen; sie enthält Koffein und verwandte Stoffe. In der homöopathischen Literatur wird Kola im Zusammenhang mit Erschöpfung und Leistungsdruck beschrieben. Dazu passen die vorliegenden Gemütsrubriken: Furcht zu versagen und eine ausgeprägte Langsamkeit, ergänzt um Abneigung gegen Getränke und grünlichen Auswurf.
Konstitution
Gemütsbild
Furcht zu versagen und den Anforderungen nicht zu genügenLangsamkeit in Denken, Antrieb und ReaktionSpannung zwischen Leistungsanspruch und ErschöpfungErschöpfung, die durch Anregung überdeckt wird
Zwei Gemütsrubriken sind verzeichnet, und sie gehören zusammen: die Furcht zu versagen und die Langsamkeit. Der Mensch, den die Literatur zu Kola beschreibt, steht unter dem Anspruch, durchhalten zu müssen, und greift zu Mitteln, die die Müdigkeit überdecken; die Kolanuss selbst hat genau diesen Ruf, weil sie in ihrer Heimat gegen Ermüdung und Hunger gekaut wurde. Was bleibt, ist eine gebremste Verfassung, in der Antworten und Entschlüsse Zeit brauchen, während der Druck von außen fortbesteht. Die Datenbasis ist mit vier Rubriken schmal, das Thema aber in sich stimmig. Ein darüber hinausgehendes Bild mit Wahnideen und ausgearbeiteten Ängsten ist nicht überliefert.
Ängste: Furcht zu versagen, Angst vor den eigenen Anforderungen und vor dem Nachlassen der Kräfte
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Die Literatur nennt Überanstrengung und anhaltenden Leistungsdruck
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Abneigung gegen Getränke; als einzige Speiseangabe des Mittels verzeichnet
- Weitere Abneigungen sind nicht überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei der Furcht zu versagen aufgeführtBei auffälliger Verlangsamung im Gemütskapitel verzeichnetBei grünlichem Auswurf genanntBei Abneigung gegen Getränke aufgeführtKlassisch besprochen im Zusammenhang mit Erschöpfung unter anhaltendem Leistungsdruck
Abgrenzung
Coffea cruda teilt den anregenden Stoff, zeigt aber die überwache Seite mit Schlaflosigkeit durch Gedankenandrang und Überempfindlichkeit der Sinne, während bei Kola die Verlangsamung im Vordergrund steht. Bei der Furcht zu versagen sind Lycopodium clavatum mit Erwartungsangst vor Auftritten und Silicea mit Mangel an Zutrauen bei zugleich hartnäckigem Durchhalten die ausgearbeiteten Mittel. Bei Erschöpfung nach Überanstrengung sind Kalium phosphoricum und Picricum acidum genauer gezeichnet. Kola bleibt ein kleines Mittel mit vier Rubriken, dessen Kern die Verbindung von Versagensfurcht und Verlangsamung ist.
Verwandte Mittel
Coffea crudaKalium phosphoricumPicricum acidumLycopodium clavatumSilicea
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.