HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1944

Karaka / Corynocarpus Laevigatus

Kara.

Auch: Coryn-l.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Karaka, botanisch Corynocarpus laevigatus, ist ein neuseeländischer Baum, dessen orangefarbene Früchte ein Fruchtfleisch mit giftigem Kern tragen. Die Maori entgifteten die Kerne durch langes Wässern und Kochen; unzureichend zubereitet lösten sie schwere Krampf- und Lähmungszustände aus. In der Homöopathie ist Karaka ein sehr kleines Mittel, das im vorliegenden Bestand allein über die klinische Zuordnung zur Lähmung geführt wird.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel geht auf Vergiftungsbeobachtungen zurück und wird als Zustandsmittel geführt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Karaka ist ohne ausführliche Arzneimittelprüfung und ohne Gemütsbild in die Repertorien gelangt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Bestand rein klinisch geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung bekannt

Im Repertorium sind zu Karaka keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe liegt im klinischen Kapitel bei der Lähmung. Die Überlieferung stammt aus Berichten über Vergiftungen mit unzureichend zubereiteten Kernen, in denen anhaltende Verkrümmungen und Lähmungen der Gliedmaßen beschrieben werden. Ein seelisches Bild wird dabei nicht gezeichnet und hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Lähmung - die einzige klinische Zuordnung des vorliegenden Bestandes
Anhaltende Verkrümmung und Steifheit der Gliedmaßen, in den Vergiftungsberichten beschrieben
Krampfzustände, die den Lähmungen in der Überlieferung vorausgehen
Schwäche der Beine mit unsicherem Gang
Weitere körperliche Leitsymptome sind nicht belastbar überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

LähmungszuständeKrampfartige Verkrümmung der GliedmaßenSchwäche der Beine mit unsicherem Gang

Abgrenzung

Bei Lähmungszuständen sind Causticum mit der langsam fortschreitenden Schwäche und den zusammenziehenden Sehnen, Gelsemium sempervirens mit Schwere und Zittern, Conium maculatum mit der von unten aufsteigenden Schwäche und Plumbum metallicum mit der Lähmung der Streckmuskeln weit besser belegt. Karaka bleibt ein Randeintrag ohne eigene Prüfung, ohne Modalitäten und ohne Gemütsbild. Lähmungserscheinungen sind ein ärztlicher Notfall und gehören sofort abgeklärt.

Verwandte Mittel

CausticumGelsemium sempervirensConium maculatumPlumbum metallicumCurare

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.