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Materia medica · Nr. 1942

Kamala

Kam.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kamala ist das rotbraune Drüsenpulver von den Fruchtkapseln des ostindischen Baumes Mallotus philippinensis, eines Wolfsmilchgewächses. In der traditionellen Arzneikunde Indiens und in der älteren westlichen Materia medica ist Kamala als Wurmmittel bekannt; genau dorthin weisen auch die vorliegenden Rubriken, die ausdrücklich den Bandwurm nennen. Daneben ist ein Bezug zur Haut verzeichnet, der dem scharfen, reizenden Charakter der Droge entspricht.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Beschrieben wird das Mittel über die Zuordnung zu Wurmbeschwerden und Hautreizungen, nicht über eine Konstitution.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Die vier verfügbaren Rubriken betreffen Haut und klinisches Kapitel; Gemütsrubriken sind nicht ausgewiesen. Die für Wurmbeschwerden sonst beschriebene Unruhe und Reizbarkeit ist für Kamala selbst nicht belegt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenKein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur nicht näher beschrieben

Ein Gemütsbild ist für Kamala nicht ausgearbeitet. Das Mittel wurde aus der überlieferten Anwendung als Wurmmittel in die Materia medica übernommen und dort mit wenigen Zeilen geführt; eine umfassende Arzneimittelprüfung liegt nicht vor. Beschrieben werden im Wesentlichen die Wirkung auf den Darm sowie Reizungen der Haut, wie sie das scharfe Drüsenpulver hervorruft. Die bei Wurmbeschwerden sonst genannten seelischen Zeichen, etwa nächtliche Unruhe, Zähneknirschen oder Launenhaftigkeit der Kinder, gehören zu anderen Mitteln und werden hier nicht auf Kamala übertragen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wurmbeschwerden; in Repertorien im klinischen Kapitel aufgeführt
Ausdrücklich beim Bandwurm verzeichnet, dem klassischen Anwendungsfeld der Droge
Bezug zur Haut, entsprechend dem scharfen, reizenden Charakter des Drüsenpulvers; die ältere Literatur nennt juckende und schuppende Hautausschläge
Weitere Organbezüge sind in der vorliegenden Datenbasis nicht ausgewiesen
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Wurmbeschwerden aufgeführtAusdrücklich beim Bandwurm verzeichnetMit einem Bezug zur Haut im Hautkapitel genanntKlassisch den überlieferten Wurmmitteln aus dem indischen Arzneischatz zugeordnet

Abgrenzung

Unter den Wurmmitteln ist Cina das ausgearbeitete Bild mit Launenhaftigkeit, Nasenbohren, Zähneknirschen und Heißhunger, Spigelia anthelmia verbindet Wurmbeschwerden mit stechenden Gesichts- und Herzschmerzen, Santoninum ist über die Sehstörung mit Gelbsehen gekennzeichnet, Granatum wird ebenfalls beim Bandwurm genannt. Kamala steuert demgegenüber kein eigenes Allgemein- oder Gemütsbild bei; die vorliegende Datenbasis beschränkt sich auf die Zuordnung zum Bandwurm und einen Hautbezug.

Verwandte Mittel

CinaSpigelia anthelmiaGranatumSantoninumFilix mas

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.