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Materia medica · Nr. 1937

Kalium tartaricum

Kali-t.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium tartaricum, das weinsaure Kalium, gehört zu den kleinen Kaliumsalzen, die neben Kalium carbonicum, Kalium phosphoricum und den übrigen Kalien nur mit wenigen Angaben in den Repertorien stehen. Die drei vorliegenden Rubriken stammen aus dem klinischen Kapitel und weisen in eine Richtung: Lähmungen, insbesondere die Lähmung der unteren Körperhälfte. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild besteht auf dieser Grundlage nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Den Kaliumsalzen wird allgemein eine Neigung zu Schwäche der Muskulatur und rascher Ermüdbarkeit zugeschrieben; für das Tartrat fehlen eigene Angaben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenes Konstitutionsbild ist für Kalium tartaricum nicht überliefert. Das Mittel ist als Salzvariante in die Sammlungen gelangt und nicht über eine ausgearbeitete Arzneimittelprüfung, aus der sich ein Wesensbild ergeben hätte. Was die Literatur den Kalien an Pflichtbewusstsein, Ordnungsbedürfnis und Reizbarkeit bei Erschöpfung zuschreibt, ist an Kalium carbonicum gewonnen und lässt sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertErschöpfung bei nachlassender KraftMutlosigkeit bei anhaltender Bewegungseinschränkung

In OpenHomeopath sind für Kalium tartaricum keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die vorliegenden Angaben stammen sämtlich aus dem klinischen Kapitel und betreffen Lähmungszustände. Was sich an seelischer Beteiligung sagen lässt, ist unspezifisch und gehört zu solchen Zuständen allgemein: Mutlosigkeit, Angewiesensein auf Hilfe, Sorge um die Zukunft. Für die Mittelwahl trägt das nichts bei; maßgeblich ist der körperliche Befund, der ärztlich abzuklären ist.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Lähmungszustände — die kennzeichnende Zuordnung der vorliegenden Rubriken
Lähmung der unteren Körperhälfte, in den Rubriken eigens als Paraplegie geführt
Klinische Zuordnung allgemein, als übergeordnete Rubrik
Muskelschwäche und rasche Ermüdbarkeit, wie sie den Kaliumsalzen allgemein zugeschrieben werden, ohne Rubrikbeleg für das Tartrat
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Lähmungszustände, in Repertorien Kalium tartaricum zugeordnetLähmung der unteren KörperhälfteSchwächezustände der Muskulatur

Abgrenzung

Kalium tartaricum ist ein Randmittel mit sehr schmaler Symptombasis. Bei Lähmungen und Schwächezuständen sind Causticum mit seiner fortschreitenden Muskelschwäche, Plumbum metallicum mit Lähmung und Abmagerung sowie Conium maculatum mit aufsteigender Schwäche die ausgearbeiteten Mittel; Kalium phosphoricum gehört zu Erschöpfung nach geistiger Überlastung. Antimonium tartaricum, das ebenfalls ein Tartrat ist, wird über Verschleimung der Atemwege geführt und ist von Kalium tartaricum klar zu trennen. Lähmungserscheinungen erfordern in jedem Fall ärztliche Abklärung.

Verwandte Mittel

Kalium carbonicumKalium phosphoricumCausticumPlumbum metallicumConium maculatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.