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Materia medica · Nr. 1926

Kalium oxalicum

Kali-ox.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium oxalicum, das oxalsaure Kalium, ist ein wenig gebräuchliches Kalisalz der homöopathischen Materia medica. Sein Bild ist überwiegend toxikologisch geprägt und stammt aus Beobachtungen der Oxalsäurewirkung: Krämpfe, schwarzes Erbrechen, Lendenschmerz und schwere Erregungszustände. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; im Vordergrund stehen akute Zustände von Krampfneigung, Erschöpfung und Reizung der Schleimhäute.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Kalium oxalicum ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Das Repertorium verzeichnet unter den Gemütsangaben allein schwere Erregungs- und Verwirrungszustände, wie sie zum akuten Vergiftungsbild gehören. Als dauerhafter Wesenszug ist das nicht zu verstehen.

Gemütsbild

Schwere Erregungs- und Verwirrungszustände im akuten BildKein ausgearbeitetes Gemütsbild im Sinne der KonstitutionsmittelAngaben stammen aus der Toxikologie, nicht aus einer breiten Prüfung

Die einzige Gemütsangabe, die das Repertorium für Kalium oxalicum führt, ist der Zustand geistiger Umnachtung mit Tobsucht. Diese Angabe gehört zum Bild der akuten Oxalsäurewirkung auf das Nervensystem und steht neben den Krämpfen der Gliedmaßen. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild, wie es die geprüften Kalisalze Kalium carbonicum oder Kalium phosphoricum besitzen, liegt für dieses Salz nicht vor. Eine Übertragung der allgemeinen Kaliumthemen wäre nicht belegt und wird hier unterlassen. In der Praxis wird das Mittel über die Verbindung der Krampf-, Magen- und Rückenangaben bestimmt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Krämpfe der Gliedmaßen - eine der führenden Angaben des Mittels
Schwarzes Erbrechen, Zeichen der schweren Magenreizung
Schmerz in der Lendengegend des Rückens, der auf die Nierenbeteiligung der Oxalsäure verweist
Entzündung der Augen
Schwere Erregungs- und Verwirrungszustände
Allgemeine Schwäche und Erschöpfung im Anschluss an die Krampfzustände
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Krampfzustände der GliedmaßenHeftiges Erbrechen mit dunklem MageninhaltLendenschmerzAugenentzündungErregungszustände

Abgrenzung

Oxalicum acidum ist das deutlich besser geprüfte Mittel derselben Säuregruppe, gekennzeichnet durch heftige Schmerzen, die beim Nachdenken darüber wiederkehren, und durch Rückenmarksbeteiligung mit Lähmigkeit. Die geprüften Kalisalze Kalium carbonicum und Kalium phosphoricum verfügen über ausgearbeitete Gesamtbilder, die Kalium oxalicum fehlen. Bei Krampfzuständen sind Cuprum metallicum und Nux vomica breiter belegt. Kalium oxalicum bleibt ein Mittel schmaler Datenlage und kommt nur bei ausdrücklicher Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Oxalicum acidumKalium carbonicumKalium phosphoricumCuprum metallicumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.