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Materia medica · Nr. 1925

Kalium oxydatum

Kali-o.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium oxydatum, das Kaliumoxid, ist ein sehr kleines Mittel der Materia medica, das in den Repertorien mit einer einzigen, dafür aber deutlich gewichteten Eigentümlichkeit erscheint: einem langsamen Puls, der langsamer schlägt als der Herzschlag selbst. Diese Diskrepanz zwischen tastbarem Puls und hörbarer Herzaktion ist der gesamte überlieferte Kern des Mittels. Weitere Symptomkreise sind nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauKein Konstitutionsbild überliefert; das Mittel ist über ein einzelnes Kreislaufzeichen definiert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Kalium oxydatum gehört zu den Mitteln, die mit einem einzigen charakteristischen Zeichen in die Repertorien eingegangen sind. Was darüber hinaus über Persönlichkeit oder Reaktionsweise gesagt würde, wäre nicht durch Quellen gedeckt.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetdas Mittel ist allein über ein Kreislaufzeichen definiertkein Konstitutionsmittel im üblichen Sinn

Zu Kalium oxydatum enthalten die vorliegenden Rubriken keinerlei Gemüts- oder Geistessymptome. Das Mittel steht in den Repertorien praktisch nur an einer Stelle, dort allerdings mit hohem Grad, was auf eine wiederholt bestätigte Beobachtung hindeutet. In der Praxis wird es entsprechend als Zeichenmittel und nicht über ein seelisches Bild erwogen. Von den ausgearbeiteten Kaliumsalzen, die durchweg ein Gemütsprofil tragen, unterscheidet es sich darin grundlegend.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Langsamer Puls - in den Repertorien mit hohem Grad verzeichnet und damit das kennzeichnende Zeichen des Mittels
Der Puls schlägt langsamer als der Herzschlag, das heißt am Handgelenk sind weniger Schläge zu tasten als am Herzen zu hören sind
Diese Diskrepanz zwischen Herzaktion und tastbarem Puls ist in den Repertorien gleich in zwei Kapiteln geführt, unter Kreislauf und unter Herz und Kreislauf
Weitere körperliche Symptomkreise sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage beschränkt sich auf das Pulszeichen
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Zustände mit auffallend langsamem PulsMissverhältnis zwischen Herzschlag und tastbarem PulsBeschwerden des Kreislaufs, soweit sie über dieses Zeichen erschlossen werdenÜber die genannten Kreislaufzeichen hinaus sind keine Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Beim langsamen Puls sind Digitalis purpurea und Kalmia latifolia die weit bekannteren Mittel: Digitalis mit dem langsamen, aussetzenden Puls, Übelkeit und dem Gefühl, das Herz stehe still, wenn man sich bewege; Kalmia mit dem langsamen Puls bei wandernden rheumatischen Beschwerden. Auch bei Digitalis ist ein Missverhältnis zwischen Herzschlag und Radialpuls beschrieben. Kalium oxydatum bringt demgegenüber kein weiteres Bild mit und wird daher in der Praxis nur nachrangig und rein zeichenbezogen erwogen.

Verwandte Mittel

Digitalis purpureaKalmia latifoliaApocynum cannabinumVeratrum virideKalium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.