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Materia medica · Nr. 1917

Kalium ferrocyanatum

Kali-fcy.

In 45 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium ferrocyanatum, das gelbe Blutlaugensalz, verbindet den Kalium- mit einem Eisenbezug und ist in der homöopathischen Literatur klassisch den Zuständen von Blutarmut und Erschöpfung zugeordnet. Das Repertorium zeigt eine tiefe Kraftlosigkeit mit Zittern und Taubheitsgefühl, dazu schmerzlose, passive Blutungen aus der Gebärmutter und ein leeres, sinkendes Gefühl im Magen. Beschrieben wird typischerweise eine blasse, erschöpfte Frau, deren Kraft durch anhaltende Blutverluste aufgebraucht ist.

Konstitution

KörperbauBlasse, geschwächte Erscheinung; das Repertorium führt Bleichsucht (Chlorose) im zweiten Grad. Ein festes konstitutionelles Schema ist darüber hinaus nicht überliefert.
Thermalitätfrostig
TemperamentBeschrieben wird eine Erschöpfung, die die seelische Spannkraft mitnimmt: die Kraft reicht kaum für den Tag, es bleibt wenig Antrieb. Ein ausgearbeitetes Temperamentsbild führt das Repertorium für dieses Mittel nicht; Gemütsrubriken sind nicht besetzt. Die Schwäche steht ganz im Vordergrund.

Gemütsbild

Gemütsebene im Repertorium nicht besetztErschöpfung als bestimmendes ErlebenKein eigenständiges psychisches Thema überliefert

Für Kalium ferrocyanatum liegen keine Mind-Rubriken vor. Was sich über das Erleben sagen lässt, ergibt sich mittelbar aus den Allgemeinsymptomen: eine Kraftlosigkeit, die im Repertorium als Entnervung im dritten Grad geführt wird, verbunden mit Zittern und Taubheitsgefühl einzelner Körperteile. Die klassische Literatur, in der das Mittel bei Boericke und Clarke erscheint, beschreibt es als Mittel bei nervöser Erschöpfung und Blutarmut. Ein psychisches Porträt wird hier nicht ausgeschmückt, weil die Datenlage es nicht trägt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken im Repertorium vorhanden

Leitsymptome

Tiefe Kraftlosigkeit mit Entnervung — die am höchsten bewertete Rubrik des Mittels (Grad 3)
Schmerzlose, passive Blutung aus der Gebärmutter (Grad 3)
Reichliche und zu früh eintretende Regelblutung, auch zu lang anhaltend (Grad 2)
Bleichsucht, Blutarmut (Grad 2)
Leeres, sinkendes Gefühl im Magen, mit Schwäche und Ohnmachtsgefühl (Grad 2)
Zittern und Taubheitsgefühl einzelner Körperteile, wandernde Schmerzen (Grad 2)
Herzklopfen (Grad 2)
Verschlechterung
  • Anhaltende oder wiederholte Blutverluste — die Schwäche nimmt zu
  • Eigene Zeitmodalitäten sind im Repertorium nicht ausgewiesen
Verbesserung
  • Zu Besserungsmodalitäten liegen keine eigenen Rubriken vor
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangensrubriken im Repertorium erfasst
Abneigung
  • Keine Abneigungsrubriken im Repertorium erfasst

In Repertorien häufig zugeordnet

Blutarmut und BleichsuchtSchmerzlose, passive Blutung aus der GebärmutterZu starke und zu früh eintretende RegelblutungNervöse Erschöpfung mit ZitternLeeres, sinkendes Gefühl im MagenHerzklopfen bei Schwäche

Abgrenzung

Bei Blutarmut mit starken Blutungen steht Kalium ferrocyanatum neben China, Ferrum metallicum und Trillium pendulum. Von China unterscheidet es die geringere Betonung von Blähung und Überempfindlichkeit, von Ferrum metallicum das Fehlen der fliegenden Gesichtsröte. Kennzeichnend ist die Verbindung von schmerzloser, passiver Blutung mit Zittern, Taubheitsgefühl und dem sinkenden Gefühl im Magen. Innerhalb der Kalium-Reihe ist Kalium carbonicum das ungleich besser dokumentierte Mittel.

Verwandte Mittel

China officinalisFerrum metallicumTrillium pendulumKalium carbonicumSecale cornutum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.