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Materia medica · Nr. 1914

Kaliumcitricum

Kali-cit.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium citricum ist das Kaliumsalz der Zitronensäure, eine der selteneren Kaliumverbindungen der Materia medica. Die ältere Literatur nennt es im Zusammenhang mit der Ausscheidung über die Nieren. Der vorliegende Bestand führt es allein im Kapitel Nieren und Harnleiter, mit der Zuordnung zu einer Nierenentzündung mit Eiweißausscheidung im Harn.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Kalium citricum wird in der Literatur nur am Rande und rein klinisch geführt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren eigenen Angaben vor. Die Züge, die der Kaliumgruppe zugeschrieben werden - Pflichtbewusstsein, Festhalten an Ordnung, innere Starrheit -, sind für die großen Kalisalze beschrieben und werden hier nicht auf das Citrat übertragen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Bestand rein klinisch geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung bekannt

Im Repertorium sind zu Kalium citricum keine Gemütsrubriken besetzt; die Angaben liegen ausschließlich bei den Nieren. Für die Kaliumsalze insgesamt beschreibt die klassische Literatur ein Wesen von Pflichttreue und innerer Unbeweglichkeit; für das Citrat selbst ist ein solches Bild nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Nierenentzündung mit Eiweiß im Harn - die kennzeichnende klinische Angabe des Bestandes
Zuordnung zum Kapitel Nieren und Harnleiter als übergeordnete Angabe
Wasseransammlung im Gewebe, wie sie die Literatur bei nachlassender Nierenleistung beschreibt
Spärlicher, trüber Harn, in diesem Zusammenhang genannt
Weitere körperliche Leitsymptome sind nicht belastbar überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Nierenentzündung mit EiweißausscheidungWasseransammlung im GewebeSpärliche Harnabsonderung

Abgrenzung

Bei Nierenentzündung mit Eiweiß im Harn sind Apis mellifica mit der Schwellung der Lider und dem spärlichen Harn, Arsenicum album mit Wasseransammlung und Kraftverlust, Terebinthina mit dem blutigen Harn und Mercurius corrosivus mit dem schmerzhaften Harndrang weit besser belegt. Innerhalb der Kaliumsalze steht Kalium carbonicum thematisch nahe, ist aber ein weit umfassenderes Mittel. Kalium citricum bleibt ein Randeintrag ohne Modalitäten. Eine Nierenerkrankung gehört ausnahmslos in ärztliche Diagnostik und Behandlung.

Verwandte Mittel

Kalium carbonicumApis mellificaArsenicum albumTerebinthinaMercurius corrosivus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.