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Materia medica · Nr. 1912

Kalium chlorosum

Kali-chls.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium chlorosum ist eine Kalium-Chlor-Verbindung aus der älteren Arzneimittellehre, die im 19. Jahrhundert vor allem im Zusammenhang mit Rachen- und Kehlkopferkrankungen und mit der Diphtherie genannt wurde. In den Repertorien ist das Mittel entsprechend schmal vertreten: Schnupfen bei Diphtherie, Stimmverlust und asthmatische Atmung. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild mit Gemüts- und Allgemeinsymptomen liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild überliefert; die Zuordnung erfolgt über die Atemwege.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Das Mittel gehört zu den kleinen Kaliumverbindungen, deren Anwendung sich aus der klinischen Praxis früherer Jahrzehnte herleitet und nicht aus einer breiten Arzneimittelprüfung. Charakterzüge werden in der Literatur nicht beschrieben.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung ausschließlich auf die Atemwege bezogenkleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild

Zu Kalium chlorosum sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Die Kaliumsalze tragen in der klassischen Materia medica sonst durchaus ein Gemütsprofil, etwa Kalium carbonicum mit seiner Reizbarkeit und Ängstlichkeit im Magenbereich; für diese Verbindung fehlt dergleichen jedoch vollständig. Eine Übertragung von einem Kaliumsalz auf das andere wäre nicht durch Quellen gedeckt und unterbleibt daher.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Schnupfen im Rahmen einer Diphtherie, in den Repertorien unter Nase geführt - der kennzeichnendste Eintrag des Mittels
Stimmverlust, unter Kehlkopf und Luftröhre als verlorene Stimme verzeichnet
Asthmatische Atmung, unter Atmung aufgeführt
Der Schwerpunkt liegt durchgehend auf dem Bereich zwischen Nase, Kehlkopf und Bronchien
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Schnupfen im Zusammenhang mit Diphtherie, wie ihn die ältere Literatur beschreibtStimmverlustAsthmatische AtembeschwerdenKatarrhalische Zustände der oberen Atemwege

Abgrenzung

Kalium chlorosum ist von den übrigen Kaliumsalzen sorgfältig zu trennen: Kalium bichromicum steht für den zähen, fadenziehenden Schleim und die punktförmig lokalisierten Schmerzen, Kalium muriaticum für weißliche Beläge und Mittelohrbeschwerden, Kalium carbonicum für den stechenden Brustschmerz und das nächtliche Erwachen. Im Umfeld der Diphtherie werden in der klassischen Literatur vor allem Lachesis, Mercurius cyanatus und Diphtherinum genannt, jeweils mit deutlich ausgearbeiteterem Bild. Wegen der schmalen Datenlage bleibt Kalium chlorosum ein Mittel enger symptombezogener Zuordnung.

Verwandte Mittel

Kalium muriaticumKalium bichromicumMercurius cyanatusLachesis mutaDiphtherinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.