Kalium chlorosum ist eine Kalium-Chlor-Verbindung aus der älteren Arzneimittellehre, die im 19. Jahrhundert vor allem im Zusammenhang mit Rachen- und Kehlkopferkrankungen und mit der Diphtherie genannt wurde. In den Repertorien ist das Mittel entsprechend schmal vertreten: Schnupfen bei Diphtherie, Stimmverlust und asthmatische Atmung. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild mit Gemüts- und Allgemeinsymptomen liegt nicht vor.
Konstitution
Gemütsbild
keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung ausschließlich auf die Atemwege bezogenkleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild
Zu Kalium chlorosum sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Die Kaliumsalze tragen in der klassischen Materia medica sonst durchaus ein Gemütsprofil, etwa Kalium carbonicum mit seiner Reizbarkeit und Ängstlichkeit im Magenbereich; für diese Verbindung fehlt dergleichen jedoch vollständig. Eine Übertragung von einem Kaliumsalz auf das andere wäre nicht durch Quellen gedeckt und unterbleibt daher.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu
Leitsymptome
- Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
- Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Besserungsumstände sind nicht überliefert
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Schnupfen im Zusammenhang mit Diphtherie, wie ihn die ältere Literatur beschreibtStimmverlustAsthmatische AtembeschwerdenKatarrhalische Zustände der oberen Atemwege
Abgrenzung
Kalium chlorosum ist von den übrigen Kaliumsalzen sorgfältig zu trennen: Kalium bichromicum steht für den zähen, fadenziehenden Schleim und die punktförmig lokalisierten Schmerzen, Kalium muriaticum für weißliche Beläge und Mittelohrbeschwerden, Kalium carbonicum für den stechenden Brustschmerz und das nächtliche Erwachen. Im Umfeld der Diphtherie werden in der klassischen Literatur vor allem Lachesis, Mercurius cyanatus und Diphtherinum genannt, jeweils mit deutlich ausgearbeiteterem Bild. Wegen der schmalen Datenlage bleibt Kalium chlorosum ein Mittel enger symptombezogener Zuordnung.
Verwandte Mittel
Kalium muriaticumKalium bichromicumMercurius cyanatusLachesis mutaDiphtherinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.