Kalium chloricum, das chlorsaure Kalium, wird in der Materia medica als Mittel der Schleimhäute mit weißen, milchigen Absonderungen und Geschwürsbildung beschrieben. Kennzeichnend sind Aphthen und weiße Beläge in Mund und Rachen, milchig-weißer Auswurf sowie Reizzustände von Nieren und Blase. Das Bild wird in der Literatur als vergleichsweise eng umschrieben geführt.
Konstitution
Gemütsbild
Verweigerung der Nahrungsaufnahme, in den Rubriken im hohen Grad verzeichnetSchwere Erregungszustände sind als eigene Rubrik ausgewiesenEin differenziertes Gemütsbild ist in der Literatur nicht beschrieben
Zu Kalium chloricum liegen in den vorliegenden Rubriken nur wenige Gemütssymptome vor, und diese betreffen ausgeprägte Ausnahmezustände: die Weigerung zu essen sowie schwere Erregungszustände. Ein feiner abgestuftes seelisches Bild, wie es die großen Konstitutionsmittel zeigen, wird in der klassischen Materia medica nicht überliefert. Das Mittel wird überwiegend über die Schleimhäute von Mund, Rachen, Harnwegen und Atemwegen sowie über Nierenbeschwerden beschrieben. Angaben zum Gemüt sollten daher zurückhaltend beurteilt werden.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Fette Speisen
- Gebäck und Backwaren
- Morgens, mit Müdigkeit
- Feuchte Witterung, in der Literatur erwähnt
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Fette Speisen, die die Beschwerden verstärken
- Gebäck, das schlecht vertragen wird
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Aphthen und Entzündungen der Mundschleimhaut aufgeführtKlassisch zugeordnet zu weißen Belägen im RachenBei chronischem Blasenkatarrh mit schleimig-eitriger Absonderung verzeichnetBei Nierenentzündung mit auffälligem Harnbefund genanntBei Ohrbeschwerden mit dicker Absonderung in der Literatur beschriebenBei Hautgeschwüren und Ekzemen aufgeführt
Abgrenzung
Kalium bichromicum teilt die zähen, festhaftenden Absonderungen und die Geschwüre, zeigt jedoch charakteristisch fadenziehenden, gelbgrünen Schleim und punktförmig begrenzte Schmerzen. Kalium muriaticum steht ebenfalls für weiße Beläge und milchige Absonderungen, jedoch mit Betonung von Mittelohr und Tuben. Mercurius solubilis hat ebenfalls Mundgeschwüre und Zahnfleischentzündung, dabei aber vermehrten Speichelfluss, Mundgeruch und Nachtverschlimmerung. Für Kalium chloricum spricht die Verbindung von Mundschleimhaut, weißen Absonderungen und Nierenbeteiligung.
Verwandte Mittel
Kalium bichromicumKalium muriaticumMercurius solubilisNitricum acidumBoraxCantharis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.