Kalium arsenicosum, das arsenigsaure Kali, verbindet in der Materia medica die Hautbezogenheit des Arsens mit der Frostigkeit und Ängstlichkeit der Kalium-Reihe. Beschrieben wird ein durchgehend frierender, ängstlicher und misstrauischer Mensch mit trockener, juckender Haut und nächtlicher Verschlechterung. Kennzeichnend ist das Jucken, das beim Ausziehen und in der Bettwärme unerträglich wird, sowie asthmatische Beschwerden in den frühen Morgenstunden.
Konstitution
Gemütsbild
Ausgeprägtes Angstgefühl, besonders um die eigene GesundheitArgwohn und MisstrauenFurcht, an einer schweren Krankheit zu leidenUnbehagen in MenschenansammlungenNächtliche Unruhe mit Verschlechterung vor Mitternacht
Die Repertorien führen allgemeines Angstgefühl, Argwohn und konkrete Furcht im höchsten Grad. Ausdrücklich verzeichnet ist die Furcht vor Krebs und die Furcht in einer Menschenansammlung. Damit ist das Gemütsbild deutlich arsenisch geprägt: Es geht um die Sorge um Leib und Leben, um Misstrauen und um eine Unruhe, die sich nachts verstärkt. Die klassische Literatur beschreibt einen Menschen, der Krankheitszeichen an sich beobachtet und deutet, der Gesellschaft meidet und dennoch nicht allein sein mag, und dessen Ängstlichkeit von der ausgeprägten körperlichen Frostigkeit begleitet wird. Der Kalium-Anteil zeigt sich in einer gewissen Starrheit und Pflichtbezogenheit.
Ängste: Furcht vor schwerer Erkrankung, ausdrücklich vor Krebs, Angst in Menschenansammlungen, Allgemeines Angstgefühl mit nächtlicher Verschlimmerung
Leitsymptome
- Nachts und vor Mitternacht
- Kalte Luft und Entblößen
- Berührung
- Bettwärme, die das Hautjucken steigert
- Beim Ausziehen
- Wärme und warmes Einhüllen des Körpers
- Ruhe und Liegen
- Warme Getränke
- Gesellschaft in ruhiger Umgebung
Verlangen und Abneigungen
- In den Rubriken nicht eigens ausgewiesen
- Die Literatur nennt Verlangen nach warmen Getränken, wie es für die Arsen-Verbindungen beschrieben wird
- Ekel vor Nahrung ist im höchsten Grad verzeichnet, verbunden mit Übelkeit
- In der Literatur genannt: Abneigung gegen fette Speisen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei trockenen, juckenden Hautausschlägen und Schuppenflechte aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Ekzemen mit Verschlechterung durch Wärme und beim AusziehenBei asthmatischer Atemnot in den frühen Morgenstunden genanntBei hartnäckigen Geschwüren mit verhärteten Rändern verzeichnetBei Blutarmut mit ausgeprägter Frostigkeit aufgeführtBei ängstlicher Beobachtung der eigenen Gesundheit in der Literatur beschrieben
Abgrenzung
Arsenicum album teilt Ängstlichkeit, Frostigkeit, Brennen und die nächtliche Verschlechterung, zeigt jedoch stärkere Ruhelosigkeit mit Ortswechsel und eine Besserung des Brennens durch Wärme; Kalium arsenicosum ist stiller, mit ausgeprägterem Hautjucken beim Ausziehen. Psorinum ähnelt im heftigen, durch Bettwärme verschlimmerten Juckreiz und in der Frostigkeit, hat aber ausgeprägte Verzweiflung über die Heilung und übelriechende Absonderungen. Sulphur zeigt ebenfalls Hautjucken mit Verschlechterung durch Wärme, ist jedoch warmblütig und deckt die Füße auf. Kalium carbonicum teilt die Kalium-Ängstlichkeit ohne die arsenische Hautzeichnung.
Verwandte Mittel
Arsenicum albumPsorinumSulphurKalium carbonicumGraphitesPetroleum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.