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Materia medica · Nr. 1894

Juglans regia

Jug-r.

In 439 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Juglans regia, die Walnuss, wird in der Materia medica vor allem als Hautmittel geführt. Im Vordergrund stehen juckende, bläschenbildende und ekzematöse Ausschläge, dazu fleckige Verfärbungen der Haut, die klassisch mit Flohstichen verglichen werden. Beschrieben wird typischerweise ein junger Mensch in oder nach der Pubertät mit Neigung zu unreiner Haut, Drüsenschwellungen und Beschwerden, die sich nach dem Essen verstärken.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben. Die Rubriken verweisen auf junge Menschen in der Pubertät und im Jugendalter mit lymphatischer Neigung, erkennbar an Schwellungen der Leistendrüsen und der Milz.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemütsbild liegen kaum eigene Rubriken vor. Die Literatur beschreibt eine allgemeine Mattigkeit und Entnervung mit Neigung zum Strecken und Recken am Nachmittag, ohne ein ausgeprägtes seelisches Bild. Das Mittel wird überwiegend nach den körperlichen Zeichen gewählt.

Gemütsbild

Mattigkeit und Entnervung ohne klare seelische AusformungNachmittägliche Schlaffheit mit Strecken und ReckenBeschwerden in der Zeit der PubertätKein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien ausgewiesen

Zu Juglans regia liegen in den Repertorien nur wenige Gemütsrubriken vor; das Mittel steht in der Literatur als Hautmittel und nicht als Konstitutionsmittel mit ausgearbeitetem seelischem Bild. Verzeichnet ist eine allgemeine Schwäche im Sinne einer Entnervung, verbunden mit nachmittäglicher Schlaffheit und dem Bedürfnis, sich zu strecken. Auffällig ist die Zuordnung zu Beschwerden der Pubertät und der Jugendzeit, die auch das Hautbild prägt. Eine darüber hinausgehende Charakterzeichnung wäre nicht durch Rubriken gedeckt und wird hier nicht behauptet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Fleckige Hautverfärbungen, in den Repertorien im höchsten Grad als Flecken wie Flohstiche geführt
Ekzematöse Ausschläge mit Bläschen, die stark jucken; Schorfbildung besonders an den Armen
Pickelartige Eruptionen am äußeren Hals und am Nacken
Schmerz und Ausschlag in der rechten Schulterblattgegend; die Rechtsseitigkeit ist ausdrücklich verzeichnet
Gerstenkörner am Lid, dazu brennend-beißende Augenschmerzen
Schwellung der Leistendrüsen und Beteiligung der Milz
Bauchbeschwerden mit Blähung, Völle und ziehenden Schmerzen, durch Aufstoßen gebessert
Beschwerden im Hinterkopf
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, sowohl im Bauch als auch an der Haut
  • Bewegung, besonders bei den ziehenden Bauchschmerzen
  • Nachmittags
  • Wein und alkoholische Getränke
Verbesserung
  • Aufstoßen, bezüglich der Bauchschmerzen
  • Ruhe
  • Kühle Anwendungen an der juckenden Haut

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Zeitweise gesteigerter Hunger; ebenso Appetitlosigkeit verzeichnet
Abneigung
  • Alkoholische Getränke
  • Wein, ausdrücklich als eigene Rubrik geführt

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei ekzematösen und bläschenbildenden Hautausschlägen mit Juckreiz aufgeführtBei fleckigen Hautverfärbungen, die Flohstichen ähneln, im höchsten Grad verzeichnetKlassisch zugeordnet zu Hautbeschwerden in der PubertätBei Ausschlägen an Nacken, äußerem Hals und Armen genanntBei Gerstenkörnern am Auge aufgeführtBei Schwellung der Leistendrüsen und Milzbeschwerden beschrieben

Abgrenzung

Juglans cinerea, die verwandte Butternuss, teilt die ekzematösen Ausschläge, zeigt jedoch stärker die kupferfarbenen, nässenden Eruptionen und den stechenden Hinterkopfschmerz. Sulphur steht bei juckenden Ausschlägen mit Verschlimmerung durch Wärme und Waschen und einem umfassenden Allgemeinbild, während Juglans regia enger auf die Haut begrenzt bleibt. Rhus toxicodendron zeigt ebenfalls juckende Bläschen, dort jedoch mit deutlicher Verschlimmerung in Ruhe und Besserung durch fortgesetzte Bewegung. Für Juglans regia sprechen die fleckigen, flohstichähnlichen Hautzeichen, die Verschlimmerung nach dem Essen und die Abneigung gegen Wein.

Verwandte Mittel

Juglans cinereaSulphurRhus toxicodendronGraphitesCalcium carbonicumAntimonium crudum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.