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Materia medica · Nr. 1888

Jasminum officinale

Jasm.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Jasminum officinale ist der Echte Jasmin, ein Ölbaumgewächs aus Vorderasien, dessen stark duftende Blüten seit langem für Duftöle genutzt werden. In der Homöopathie ist er ein kleines, wenig geprüftes Mittel; die ältere Literatur beschreibt bei ihm Frost, Zittern und krampfartige Anspannung der Muskulatur. Der vorliegende Bestand nennt allein die klinische Zuordnung zu Zuständen vom Typ des Wundstarrkrampfs (Tetanus).

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Jasminum officinale wird in der Literatur als Zustandsmittel bei Krampf- und Zitterzuständen geführt.
ThermalitätFrostig - die ältere Literatur beschreibt ausgeprägtes Frösteln mit Zittern; belastbar ist die Angabe jedoch nur schwach.
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Genannt wird eine allgemeine Überempfindlichkeit und Unruhe, aus der sich kein ausgearbeitetes Wesensbild ableiten lässt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Bestand rein klinisch geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung bekannt

Im Repertorium sind zu Jasminum officinale keine Gemütsrubriken besetzt; die Angabe liegt im klinischen Kapitel. Die ältere Materia medica erwähnt neben Frost und Zittern eine Überempfindlichkeit gegen Berührung, entwirft daraus aber kein seelisches Bild. Ein solches wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Tetanische Krampfzustände - die einzige klinische Zuordnung des vorliegenden Bestandes
Anhaltende Anspannung und Starre der Muskulatur, in der älteren Literatur zu diesem Mittel genannt
Zittern am ganzen Körper mit ausgeprägtem Frösteln
Überempfindlichkeit gegen Berührung, die Krampf und Zittern verstärkt
Weitere körperliche Leitsymptome sind nicht belastbar überliefert
Verschlechterung
  • Berührung, in der Literatur als auslösend für Zittern und Anspannung beschrieben
  • Kälte und Frösteln
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Tetanische KrampfzuständeZittern mit FrostgefühlMuskelstarre und AnspannungÜberempfindlichkeit gegen Berührung

Abgrenzung

Bei tetanischen Krämpfen sind Nux vomica mit den Streckkrämpfen und der Überempfindlichkeit, Strychninum nitricum mit der gesteigerten Reflexerregbarkeit, Hypericum perforatum nach Verletzung von Nervenbahnen und Cicuta virosa mit dem nach hinten gerichteten Krampf weit besser belegt. Gelsemium sempervirens grenzt sich durch Schwäche und Zittern ohne die Starre ab. Jasminum officinale bleibt ein Randeintrag ohne eigene Prüfung. Ein Wundstarrkrampf ist ein Notfall und gehört ausschließlich in ärztliche Behandlung.

Verwandte Mittel

Nux vomicaStrychninum nitricumCicuta virosaGelsemium sempervirensHypericum perforatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.