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Materia medica · Nr. 176

Jacaranda gualandai

Jac.

In 165 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Jacaranda gualandai, ein südamerikanisches Trompetenbaumgewächs, ist ein selten gebrauchtes Mittel, das die Literatur vor allem Entzündungen und Schwellungen am äußeren Genitale des Mannes sowie rheumatischen Kniebeschwerden zuordnet. Kennzeichnend für die Gelenkschmerzen ist eine Besserung durch fortgesetzte Bewegung. Das Bild ist schmal und beruht auf wenigen Prüfungen aus dem brasilianischen Arzneischatz.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Prüfungsberichte beschreiben keinen typischen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegt nahezu nichts vor. Verzeichnet ist eine nächtliche Ruhelosigkeit, die den Schlaf stört; abends stellt sich Schwäche ein. Weitergehende Wesenszüge sind in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

Nächtliche RuhelosigkeitAbendliche ErmattungKaum eigenständig geprüfte Gemütszüge

Die Datenlage zum Gemüt ist sehr gering. Verzeichnet sind Ruhelosigkeit in der Nacht und eine Schwäche, die sich gegen Abend verstärkt. Ein ausgearbeitetes seelisches Bild gibt es für dieses Mittel nicht; die klassische Literatur behandelt es vorrangig als Mittel örtlicher Entzündungen. Ergänzungen aus dem Bild verwandter Mittel wären an dieser Stelle nicht belegt und unterbleiben daher.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, Unruhe in der Nacht ohne benannten Anlass

Leitsymptome

Schwellung der Vorhaut, in den Rubriken eigens verzeichnet, mit reißenden Schmerzen
Pickel und Bläschen an der Eichel, feuchte, eitrige Absonderung
Rheumatischer Knieschmerz, der sich bei fortgesetzter Bewegung bessert
Erbrechen, das sich nach dem Essen verschlimmert — in den Rubriken die am höchsten graduierte Angabe
Ziehende Schmerzen in den Fingergelenken und im Daumen, durch Bewegung gebessert
Rückenschmerz beim Husten
Augenschmerz und Entzündung am späten Vormittag
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, mit Erbrechen
  • Beginn der Bewegung und Gehen
  • Abends, mit zunehmender Schwäche
  • Am späten Vormittag, für die Augenbeschwerden
Verbesserung
  • Fortgesetzte Bewegung, für Knie- und Fingerschmerzen
  • Ruhe im Sitzen nach längerem Gehen
  • Wechsel der Lage in der Nacht

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Widerwille gegen Speisen bei Übelkeit nach dem Essen

In Repertorien häufig zugeordnet

Entzündungen und Schwellungen an Eichel und VorhautAusfluss aus der Harnröhre mit Jucken an der MündungRheumatische Kniebeschwerden mit Besserung durch anhaltende BewegungErbrechen nach dem EssenWeißfluss bei Frauen, in den Rubriken genannt

Abgrenzung

Thuja occidentalis, das die Literatur ausdrücklich als verwandt nennt, ist bei Beschwerden des Urogenitaltrakts mit Wucherungen und Absonderungen das ungleich besser geprüfte Mittel. Cinnabaris steht bei Entzündungen der Vorhaut mit Röte und Absonderung nahe, Mercurius solubilis bei Geschwüren und nächtlicher Verschlimmerung. Für die Besserung durch fortgesetzte Bewegung ist Rhus toxicodendron die naheliegende Vergleichsarznei, dort mit Verschlimmerung durch Nässe und Ruhe.

Verwandte Mittel

Thuja occidentalisCinnabarisMercurius solubilisRhus toxicodendronCannabis sativa

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.