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Materia medica · Nr. 1876

Iris germanica

Iris-g.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Iris germanica, die Deutsche Schwertlilie, liefert mit ihrem Wurzelstock ein kleines, wenig geprüftes Mittel der homöopathischen Materia medica. Die Repertorien führen sie an wenigen, weit auseinanderliegenden Stellen: bei Sommersprossen an Gesicht und Haut, bei Durchfall und bei Wasseransammlungen im Gewebe, wie sie die ältere Literatur als Wassersucht bezeichnet. Ein Konstitutionsbild ist nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild beschrieben; die Zuordnung erfolgt über einzelne Beschwerden.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Iris germanica gehört zu den kleinen Mitteln, deren Überlieferung sich auf wenige klinische Beobachtungen stützt. Anders als die weit besser geprüfte Iris versicolor trägt sie kein ausgearbeitetes Bild.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Haut, Darm und Wasserhaushaltkleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild

Zu Iris germanica sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome verzeichnet. Die Angaben der älteren Literatur betreffen ausschließlich körperliche Erscheinungen. Eine Ausdeutung der Seelenlage ließe sich allenfalls aus dem Bild der verwandten Iris versicolor übertragen, was jedoch nicht durch eigene Prüfungen dieses Mittels gedeckt wäre und daher unterbleibt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Sommersprossen, in den Repertorien gleich zweifach unter Gesicht und unter Haut geführt - der eigentümlichste Zug dieses Mittels
Durchfall, unter Mastdarm und After verzeichnet
Wasseransammlungen im Gewebe, in den klinischen Rubriken als Wassersucht aufgeführt
Der Wurzelstock der Pflanze wurde traditionell als harntreibendes Mittel verwendet, was den Bezug zum Wasserhaushalt erklärt
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Sonneneinwirkung wird bei Sommersprossen allgemein genannt, ist für dieses Mittel aber nicht eigens repertorisiert
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Besserungsmodalitäten

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Sommersprossen, in den Repertorien der auffälligste Eintrag dieses MittelsDurchfallWasseransammlungen im Gewebe, in älterer Sprache WassersuchtHauterscheinungen im Gesicht

Abgrenzung

Nicht zu verwechseln mit Iris versicolor, dem weit bekannteren Mittel derselben Pflanzenfamilie, das für brennende Verdauungsbeschwerden und die charakteristische Migräne mit rechtsseitigem Kopfschmerz und saurem Erbrechen steht; Iris germanica hat davon nichts. Bei Sommersprossen wird in der Literatur auch Lycopodium genannt, dieses aber im Rahmen eines vollen Konstitutionsbildes. Iris germanica bleibt ein symptombezogenes kleines Mittel.

Verwandte Mittel

Iris versicolorLycopodium clavatumSepia officinalisApis mellificaApocynum cannabinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.