Iodum ist das homöopathisch aufbereitete Jod und zeichnet in der Materia medica das Bild eines beschleunigten, überhitzten Stoffwechsels. Die Repertorien führen es im höchsten Grad bei Abmagerung, bei unstillbarem Heißhunger trotz Gewichtsabnahme und bei Drüsenschwellung wie Drüsenschwund. Kennzeichnend ist die ausgeprägte Wärmeunverträglichkeit und der Drang, ständig in Bewegung zu sein.
Konstitution
Gemütsbild
Getriebenheit und Drang zu ständiger BeschäftigungAngst und Unruhe, sobald man still sitztwechselnde Stimmung zwischen Hast und NiedergeschlagenheitBeklemmung bei Hunger, Besserung durch Essen
Die klassische Literatur beschreibt einen Menschen in dauernder innerer Beschleunigung: Ruhe wird schlecht ertragen, Untätigkeit erzeugt Angst, das Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung ist ausgeprägt. Die Repertorien führen Angst und Schwermut im höchsten Grad, ebenso die wechselnde Stimmung. Kennzeichnend ist der Zusammenhang von Gemüt und Ernährung: Bei leerem Magen verstärken sich Angst und Unruhe, nach dem Essen lassen sie nach – die Rubriken Essen, nach dem Essen besser und vor dem Essen schlechter stehen im höchsten Grad. Die Materia medica beschreibt darüber hinaus eine Neigung zu impulsivem Handeln unter Anspannung. Insgesamt wirkt die Verfassung angespannt-lebhaft, nicht gedrückt.
Ängste: Angst, die bei Ruhe und Untätigkeit zunimmt, Beklemmung bei Hunger und leerem Magen, Angst mit heftigem Herzklopfen, besonders nach Anstrengung
Leitsymptome
- Wärme, warmes Zimmer, Erhitztwerden
- Ruhe und Untätigkeit
- körperliche Anstrengung
- vor dem Essen, bei leerem Magen
- warme Kopfbedeckung, Einhüllen des Kopfes
- Liegen im Bett
- Essen (Rubrik Essen, nach dem Essen besser, Grad 3)
- kühle Luft und Abkühlung
- Bewegung und Beschäftigung
- frische Luft, Verlangen danach
Verlangen und Abneigungen
- unstillbarer Appetit, ständiges Bedürfnis zu essen (Rubriken Appetit unstillbar und vermehrt, Grad 3)
- kalte Getränke und großer Durst (Rubrik Durst, Grad 3)
- warme Speisen und warme Getränke werden schlecht vertragen
- Abneigung gegen Fett wird in der Literatur genannt; darüber hinaus liegen keine hochgradigen Angaben vor
In Repertorien häufig zugeordnet
Zustände von Abmagerung bei gutem AppetitSchilddrüsen- und Drüsenerkrankungen, KropfHerzklopfen mit Unruhe und Wärmeunverträglichkeitkruppartiger, trockener Husten und KehlkopfreizungDrüsenschwellungen und DrüsenverhärtungenErschöpfungszustände mit innerer Getriebenheit
Abgrenzung
Von Natrium muriaticum unterscheidet sich Iodum trotz gemeinsamer Abmagerung durch die ausgeprägte Hitzeunverträglichkeit, den Heißhunger und die Getriebenheit statt des verschlossenen Kummers. Bromium teilt den Drüsenbezug und die Hitzeunverträglichkeit, hat aber die Besserung am Meer und die linksseitigen Drüsenverhärtungen. Lycopodium zeigt ebenfalls Hunger mit rascher Sättigung, dort jedoch mit Blähungen und Verlangen nach Süßem im Vordergrund.
Verwandte Mittel
BromiumNatrium muriaticumLycopodiumMercurius solubilisHepar sulphuris calcareumTuberculinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.