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Materia medica · Nr. 1841

Ilex aquifolium

Ilx-a.

In 17 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ilex aquifolium, die Europäische Stechpalme, liefert mit ihren Blättern und Beeren ein kleines, wenig geprüftes Mittel. Die Repertorien führen es bei Wechselfieber, bei Milzschmerz und Gelbsucht sowie bei Haarausfall — eine Zusammenstellung, die auf den alten volksmedizinischen Gebrauch der Stechpalmenblätter als Fiebermittel zurückweist. Das verbindende Thema ist der stockende Kreislauf im Bauchraum mit Milz und Leber.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Quellen beschreiben keinen eigenen Konstitutionstyp; klassisch werden herabgekommene Menschen nach länger bestehendem Wechselfieber genannt.
Thermalitätfrostig
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Die alten Berichte beschränken sich auf die körperliche Wirkung; über Wesen und Stimmung sagen sie nichts. Was sich beschreiben lässt, ist der allgemeine Erschöpfungszustand nach lange bestehendem Wechselfieber, wie ihn die Literatur den Fiebermitteln zuordnet.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetErschöpfung nach lange bestehendem WechselfieberAuswahl nach körperlichen Zeichen

Für Ilex aquifolium sind keine Gemütszeichen hinterlegt. Die Stechpalme wurde in der Volksmedizin als Fiebermittel und Ersatz der Chinarinde verwendet; die homöopathischen Quellen haben davon vor allem die Fieber- und Milzzeichen übernommen. Ein seelisches Bild wurde nie ausgearbeitet. Die in der Literatur gelegentlich erwähnte Mattigkeit gehört zum Erschöpfungszustand nach langem Fieber und ist kein eigenständiges Gemütszeichen.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Chronisches Wechselfieber, in den Rubriken ausdrücklich als malariaartig geführt
Schmerz in der Milzgegend
Gelbliche Verfärbung der Haut im Sinne der Gelbsucht
Haarausfall, sowohl unter Kopf als auch unter Haut verzeichnet
Staphylom des Auges, also eine Vorwölbung der Augenhülle
Durchfall
Verschlechterung
  • Periodisch wiederkehrende Fieberanfälle
  • Kälte und Feuchtigkeit
  • Weitere Verschlimmerungen sind nicht geprüft
Verbesserung
  • Wärme
  • Ruhe zwischen den Fieberanfällen
  • Weitere Besserungen sind in den Quellen nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronisches WechselfieberMilzschmerzGelbsuchtHaarausfallDurchfall im Zusammenhang mit Fieberzuständen

Abgrenzung

China officinalis ist das große Mittel des Wechselfiebers mit Milzschwellung und Schwäche nach Säfteverlust und dem Ilex vom volksmedizinischen Gebrauch her nahesteht; es ist bei entsprechendem Bild ungleich besser belegt. Ceanothus americanus wird enger dem Milzschmerz mit linksseitigem Druck zugeordnet, Natrium muriaticum dem Wechselfieber mit Verschlimmerung am Vormittag. Ilex tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo Fieber, Milzschmerz und Haarausfall zusammen bestehen.

Verwandte Mittel

China officinalisCeanothus americanusNatrium muriaticumChininum sulphuricumCarduus marianus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.