HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 168

Hydrocotyle asiatica

Hydrc.

In 288 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Hydrocotyle asiatica, der Indische Wassernabel (Gotu Kola), gilt in der klassischen Materia medica als ausgesprochenes Hautmittel. Die Literatur beschreibt eine Neigung zu Verdickung und Wucherung der Haut- und Bindegewebsschichten: schuppende, trockene Ausschläge, kupferfarbene Flecken und Geschwüre, die sich flächig ausbreiten. Ein zweiter Schwerpunkt liegt bei den weiblichen Genitalorganen mit reichlichem Ausfluss und Jucken.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild überliefert. Die Literatur ordnet Hydrocotyle Menschen mit chronisch veränderter, verdickter und schuppender Haut zu, nicht einem bestimmten Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDas Gemütsbild ist in der Materia medica nur knapp beschrieben. Genannt werden Schwindel, Benommenheit und eine allgemeine Trägheit, wie sie chronische Hautleiden begleiten kann. Ein charakteristisches Temperament tritt in den Prüfungen nicht hervor - Hydrocotyle wurde vorwiegend nach organbezogenen Zeichen verordnet.

Gemütsbild

Schwindel und Benommenheit als vorherrschendes EmpfindenZurückgezogenheit bei entstellenden HautveränderungenGemütsbild in der Literatur nur knapp beschrieben

Die Rubrik Gemüt ist bei Hydrocotyle schwach besetzt. Am regelmäßigsten erscheint Schwindel, oft mit dem Gefühl, der Kopf sei umnebelt. Die klassische Literatur schildert das Mittel als körperbetont: Die Beschwerden zeigen sich in Haut, Bindegewebe und Schleimhäuten, während seelische Symptome kaum geprüft wurden. Bei chronisch entstellenden Hautbildern beschreiben Autoren begleitend ein Zurückziehen aus dem gesellschaftlichen Leben, doch geht das über die allgemeine Erfahrung mit solchen Erkrankungen nicht hinaus. Für die Mittelwahl sind daher die Hautzeichen ausschlaggebend.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste in den Prüfungen verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Trockene, schuppende Hautausschläge mit Verdickung der Oberhaut; kreisrunde oder flächige Herde, die sich ausbreiten
Kupferfarbene, papulöse und pustulöse Effloreszenzen, besonders im Gesicht und an der Brust
Geschwürige, um sich greifende Prozesse an Gesicht und Nase, in den Repertorien dem Lupus zugeordnet - die höchstgradige Zuordnung des Mittels
Reichlicher, teils wund machender Ausfluss mit heftigem Jucken der Scheide
Jucken an den Fußsohlen und gelbliche Flecken der Haut
Hitzewellen im Magen und dumpf-drückender Bauchschmerz, oft mit Zusammenziehen in der Lebergegend
Verschlechterung
  • Während der Menses verstärken sich die Harn- und Unterleibsbeschwerden
  • Beim Erwachen - wund-zerschlagene Schmerzen
Verbesserung
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben
  • Beschrieben wird allenfalls Nachlassen des Juckens an kühler, trockener Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Kein charakteristisches Verlangen überliefert
Abneigung
  • Appetitlosigkeit ohne besondere Speiseabneigung

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische schuppende und verdickende HautausschlägeGeschwürige Hautprozesse an Gesicht und NasenflügelnWeißfluss mit Jucken der ScheideHartnäckige VerstopfungBindegewebsverdickungen und Knötchen

Abgrenzung

Gegenüber Arsenicum album, das ebenfalls bei schuppenden und geschwürigen Ausschlägen genannt wird, fehlen bei Hydrocotyle die brennenden Schmerzen mit Ruhelosigkeit und nächtlicher Verschlimmerung. Von Sepia unterscheidet es die andere Gewichtung im Unterleib: Sepia zeigt Senkungsgefühl und Aversion, Hydrocotyle vor allem Jucken und reichlichen Ausfluss. Hydrastis canadensis teilt die schleimhaut- und geschwürsbezogenen Zeichen, ist aber stärker durch Abmagerung und zähen gelben Schleim geprägt.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumAurum metallicumHydrastis canadensisSepiaCaulophyllum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.