Hydrocotyle asiatica, der Indische Wassernabel (Gotu Kola), gilt in der klassischen Materia medica als ausgesprochenes Hautmittel. Die Literatur beschreibt eine Neigung zu Verdickung und Wucherung der Haut- und Bindegewebsschichten: schuppende, trockene Ausschläge, kupferfarbene Flecken und Geschwüre, die sich flächig ausbreiten. Ein zweiter Schwerpunkt liegt bei den weiblichen Genitalorganen mit reichlichem Ausfluss und Jucken.
Konstitution
Gemütsbild
Schwindel und Benommenheit als vorherrschendes EmpfindenZurückgezogenheit bei entstellenden HautveränderungenGemütsbild in der Literatur nur knapp beschrieben
Die Rubrik Gemüt ist bei Hydrocotyle schwach besetzt. Am regelmäßigsten erscheint Schwindel, oft mit dem Gefühl, der Kopf sei umnebelt. Die klassische Literatur schildert das Mittel als körperbetont: Die Beschwerden zeigen sich in Haut, Bindegewebe und Schleimhäuten, während seelische Symptome kaum geprüft wurden. Bei chronisch entstellenden Hautbildern beschreiben Autoren begleitend ein Zurückziehen aus dem gesellschaftlichen Leben, doch geht das über die allgemeine Erfahrung mit solchen Erkrankungen nicht hinaus. Für die Mittelwahl sind daher die Hautzeichen ausschlaggebend.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste in den Prüfungen verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Während der Menses verstärken sich die Harn- und Unterleibsbeschwerden
- Beim Erwachen - wund-zerschlagene Schmerzen
- Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben
- Beschrieben wird allenfalls Nachlassen des Juckens an kühler, trockener Luft
Verlangen und Abneigungen
- Kein charakteristisches Verlangen überliefert
- Appetitlosigkeit ohne besondere Speiseabneigung
In Repertorien häufig zugeordnet
Chronische schuppende und verdickende HautausschlägeGeschwürige Hautprozesse an Gesicht und NasenflügelnWeißfluss mit Jucken der ScheideHartnäckige VerstopfungBindegewebsverdickungen und Knötchen
Abgrenzung
Gegenüber Arsenicum album, das ebenfalls bei schuppenden und geschwürigen Ausschlägen genannt wird, fehlen bei Hydrocotyle die brennenden Schmerzen mit Ruhelosigkeit und nächtlicher Verschlimmerung. Von Sepia unterscheidet es die andere Gewichtung im Unterleib: Sepia zeigt Senkungsgefühl und Aversion, Hydrocotyle vor allem Jucken und reichlichen Ausfluss. Hydrastis canadensis teilt die schleimhaut- und geschwürsbezogenen Zeichen, ist aber stärker durch Abmagerung und zähen gelben Schleim geprägt.
Verwandte Mittel
Arsenicum albumAurum metallicumHydrastis canadensisSepiaCaulophyllum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.