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Materia medica · Nr. 1787

Homarus

Hom.

In 56 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Homarus wird aus dem Verdauungssaft des Hummers bereitet und gehört damit zu den Meerestier-Mitteln. Das Repertorium zeichnet ein fast ausschließlich verdauungsbezogenes Bild: Beschwerden im Magen und Oberbauch, die um die Rippen nach hinten ausstrahlen, zusammen mit einer deutlichen Unverträglichkeit von Milch. Es ist ein kleines, wenig geprüftes Mittel, das vor allem über diese Magenmodalität erkannt wird.

Konstitution

KörperbauEin eigenes konstitutionelles Bild ist nicht überliefert; das Mittel wird in der Literatur über die Verdauungssymptome und nicht über den Körperbau zugeordnet.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die wenigen Prüfungsberichte beschreiben körperliche Empfindungen, nicht Charakterzüge. Das Repertorium führt keine eigene Gemütsrubrik für Homarus.

Gemütsbild

Gemütsebene im Repertorium nicht besetztBeschwerden werden über den Magen und nicht über die Stimmung geschildertSchlafstörung als einzige indirekt seelische Angabe

Homarus ist ein Mittel ohne ausgearbeitetes Gemütsbild. In der Rubrikenliste findet sich keine einzige Mind-Rubrik, lediglich eine allgemeine Schlaf-Rubrik im ersten Grad. Die klassische Literatur — Homarus geht auf Prüfungen im angloamerikanischen Raum zurück — schildert das Mittel als Verdauungsmittel. Eine psychische Charakterisierung wäre hier nicht durch die Daten gedeckt und wird deshalb bewusst offengelassen. Wer das Mittel erwägt, tut dies aufgrund der körperlichen Leitsymptome.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken im Repertorium vorhanden

Leitsymptome

Magen- und Oberbauchbeschwerden, die um die Rippen herum nach hinten ausstrahlen — die am höchsten bewertete Rubrik des Mittels (Grad 3)
Empfindungen im Epigastrium, die bis zur Nierengegend ziehen (Grad 2)
Verschlimmerung durch Milch — im Repertorium in zwei Kapiteln als Grad 3 geführt
Verdauungsstörung nach Speisen, die nicht näher zugeordnet werden können (Dyspepsie)
Wechsel von Verstopfung und Durchfall
Schmerz in der Leber- und Milzgegend, Blähungen
Verschlechterung
  • Milch und Milchspeisen — das kennzeichnende Merkmal des Mittels
  • Nach dem Essen, mit Ausstrahlung der Beschwerden nach hinten
Verbesserung
  • Zu Besserungsmodalitäten liegen keine eigenen Rubriken vor
  • Meiden der auslösenden Speisen wird in der Literatur allgemein genannt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangensrubriken im Repertorium erfasst
Abneigung
  • Milch — als Unverträglichkeit und Verschlimmerung, nicht ausdrücklich als Abneigung geführt

In Repertorien häufig zugeordnet

Verdauungsstörung mit MilchunverträglichkeitAusstrahlende OberbauchbeschwerdenWechselnder Stuhlgang zwischen Verstopfung und DurchfallSchmerzen in der Leber- und MilzgegendHautjucken (im ersten Grad genannt)

Abgrenzung

Die Milchunverträglichkeit teilt Homarus mit Magnesium muriaticum, Natrium carbonicum, Lac defloratum und Aethusa; bei diesen ist das Gesamtbild jedoch weit breiter dokumentiert. Homarus ist ein schmales Mittel, dessen Erkennungsmerkmal die um die Rippen nach hinten ziehende Oberbauchempfindung ist. Bei fehlender dieser Ausstrahlung sind die genannten größeren Mittel in aller Regel besser belegt.

Verwandte Mittel

Magnesium muriaticumNatrium carbonicumAethusa cynapiumLac defloratumAstacus fluviatilis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.