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Materia medica · Nr. 1758

Heracleum sphondylium

Hera.

Auch: Her-s.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Heracleum sphondylium, der Wiesen-Bärenklau, ist ein Doldenblütler der heimischen Wiesen und Wegränder. In der homöopathischen Literatur ist er ein kleines, wenig geprüftes Mittel; die überlieferten Angaben kreisen um Verdauungsschwäche, Milzbeschwerden und eine allgemeine Kraftlosigkeit. Das Repertorium führt nur eine Handvoll Rubriken, das Bild bleibt daher umrissartig.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Beschrieben werden eher geschwächte Menschen mit träger Verdauung als ein bestimmter Konstitutionstyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenständiges Temperamentsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert. Die wenigen Angaben betreffen die allgemeine Schwäche und Erschöpfbarkeit, nicht die Gemütsverfassung. Wer das Mittel erwägt, geht in der Regel von den körperlichen Angaben aus.

Gemütsbild

Kraftlosigkeit und ErschöpfbarkeitKein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertBeschwerden stehen körperlich im Vordergrund

Zu Heracleum sphondylium liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel als kleines Verdauungs- und Stoffwechselmittel und geht auf die seelische Verfassung nicht ein. Was überliefert ist, betrifft die Allgemeinschwäche: eine Kraftlosigkeit, die als durchgehendes Merkmal verzeichnet ist und die übrigen Beschwerden begleitet. Ein Gemütsthema daraus abzuleiten wäre nicht belegt. In der Praxis wird das Mittel über die Verdauungsangaben und die Milzbeschwerden erwogen, nicht über ein Gemütsbild.

Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Allgemeine Schwäche, im Repertorium ausdrücklich als Allgemeinsymptom verzeichnet
Schmerz in der Milzgegend, im linken Oberbauch
Verdauungsschwäche mit Völlegefühl, klassisch der Dyspepsie zugeordnet
Kopfschmerz
Schuppende, fettige Kopfhaut, in den Rubriken als Seborrhoe geführt
Hautbeschwerden ohne näher gekennzeichnete Ausschlagsform
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, entsprechend der verzeichneten Verdauungsschwäche
  • Weitere Verschlechterungsangaben sind nicht überliefert
Verbesserung
  • Ruhe
  • Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Verdauungsschwäche mit VöllegefühlBeschwerden in der MilzgegendErschöpfungs- und SchwächezuständeKopfschmerzSeborrhoische KopfhautbeschwerdenGichtische Beschwerden, klassisch zugeordnet

Abgrenzung

Innerhalb der Doldenblütler stehen Conium maculatum und Cicuta virosa dem Bärenklau botanisch nahe, sind aber weit umfassender geprüft und durch deutliche Nerven- beziehungsweise Krampfbilder gekennzeichnet, die hier fehlen. Bei Milzbeschwerden mit Schwäche ist Ceanothus americanus das ungleich besser ausgearbeitete Mittel, bei gichtischen Beschwerden Ledum palustre oder Colchicum autumnale. Heracleum sphondylium bleibt ein kleines Mittel, das mangels breiter Prüfung nur bei enger Übereinstimmung der wenigen überlieferten Angaben in Betracht gezogen wird.

Verwandte Mittel

Ceanothus americanusConium maculatumLedum palustreColchicum autumnale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.