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Materia medica · Nr. 1757

Hepatica triloba

Hepat.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Hepatica triloba, das Leberblümchen, ist ein Hahnenfußgewächs, dessen Name auf die alte Signaturenlehre zurückgeht - die dreilappigen Blätter erinnerten an die Form der Leber. In der homöopathischen Literatur ist es entgegen diesem Namen kein Lebermittel, sondern ein kleines Schleimhautmittel der oberen Atemwege: die Repertorien führen es bei katarrhalischen Reizzuständen von Nase, Rachen und Bronchien, dazu bei Verdauungsschwäche.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht überliefert. Die Literatur beschreibt einen Zustand - den chronisch katarrhalischen Menschen mit ständigem Schleim im Hals - und keinen bestimmten Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel ist über seine Wirkung an den Schleimhäuten beschrieben worden; wer es erwägt, geht vom Katarrhbild aus, nicht vom Wesen der Person.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertVerdrossenheit bei langwierigem KatarrhIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Hepatica triloba verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Das Mittel gehört zu den kleinen, nur wenig geprüften Arzneien, deren Bild sich auf die körperliche Ebene beschränkt. Ein seelisches Thema, an dem man es erkennen könnte, wurde nie ausgearbeitet. Was an Verdrossenheit oder Mattigkeit beschrieben wird, ist die gewöhnliche Begleiterscheinung eines langwierigen Katarrhs. Der Zugang zu diesem Mittel führt allein über die Schleimhautzeichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Katarrh der Nase mit Absonderung; die Repertorien führen daneben Nasenbluten
Halsschmerz mit rauem, wundem Gefühl beim Schlucken
Entzündliche Reizung der Bronchien mit ständigem Räuspern und Aushusten von Schleim
Verdauungsschwäche (Dyspepsie), in der klinischen Gruppe verzeichnet
Die ältere Literatur beschreibt das Bild als chronisch-katarrhalisch, mit zähem Schleim von Nase bis Bronchien
Verschlechterung
  • Feuchtes, kaltes Wetter, wie bei katarrhalischen Zuständen üblich
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • Aushusten des Schleims
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronischer NasenkatarrhHalsschmerzen mit WundgefühlReizzustände der Bronchien mit zähem SchleimNasenblutenVerdauungsschwäche

Abgrenzung

Unter den Schleimhautmitteln ist Kalium bichromicum durch den zähen, fadenziehenden Schleim und den umschriebenen Schmerzpunkt weit schärfer gezeichnet, Hydrastis canadensis durch das zähe, gelbe Sekret mit Erschöpfung. Innerhalb der Hahnenfußgewächse ist Ranunculus bulbosus vor allem durch stechende Brustwandschmerzen bestimmt und steht damit anders da. Hepatica triloba bleibt ein Randmittel und wird erwogen, wenn der langwierige Katarrh von Nase bis Bronchien das ganze Bild ausmacht. Der Name täuscht: ein Bezug zur Leber ist in den Repertorien nicht verzeichnet.

Verwandte Mittel

Kalium bichromicumHydrastis canadensisRanunculus bulbosusPulsatillaSticta pulmonaria

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.