Helleborus viridis, die Grüne Nieswurz, ist ein Hahnenfußgewächs und eine nahe Verwandte der Schwarzen Nieswurz (Helleborus niger), die in der Homöopathie das weit bekanntere Mittel darstellt. In OpenHomeopath ist Helleborus viridis nur mit wenigen Rubriken vertreten, die auf Bauchkolik, Durchfall, wunden Halsschmerz und Hautgeschwüre verweisen. Das Mittelbild ist entsprechend schmal und wird in der Literatur überwiegend über die Verwandtschaft zu Helleborus niger erschlossen.
Konstitution
Gemütsbild
Zum Gemüt liegen in den vorliegenden Rubriken keine Einträge vorDas Mittel ist über Verdauungs-, Hals- und Hautzeichen erfasstEin eigenständiges Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar
Für Helleborus viridis sind in der zugrunde liegenden Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken verzeichnet. Die ältere Literatur befasst sich mit der Pflanze vor allem toxikologisch: Als Hahnenfußgewächs enthält sie herzwirksame Inhaltsstoffe und wurde volkstümlich als Purgiermittel und gegen Würmer verwendet, was heftige Magen-Darm-Reizungen erklärt. Das ausgearbeitete Gemütsbild der Gattung mit Benommenheit, Gleichgültigkeit und dem langsamen, mechanischen Antworten gehört zu Helleborus niger und ist dort geprüft; eine Übertragung auf die Grüne Nieswurz ist durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt. Wer das Gemütsbild sucht, wird in der Materia medica auf Helleborus niger verwiesen. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur zu dieser Art nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Die Literatur nennt für die Gattung Verschlechterung durch Kälte und in der Nacht, ohne dass dies für diese Art geprüft wäre
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Für Helleborus niger wird Besserung durch Wärme angegeben; für Helleborus viridis liegen dazu keine eigenen Angaben vor
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Bauchkolik aufgeführtBei Durchfall verzeichnetBei wundem Halsschmerz genanntBei Hautgeschwüren in den Rubriken geführt
Abgrenzung
Helleborus niger ist das ausgearbeitete Mittel der Gattung und durch Benommenheit, Gleichgültigkeit, langsames Antworten und Zustände nach Kopfverletzungen oder Hirnhautentzündung gekennzeichnet; Helleborus viridis besitzt keine vergleichbar geprüfte Gemütsebene. Zu Veratrum album besteht eine Überschneidung bei heftigem Durchfall mit Kollaps, dort jedoch mit Kälte, kaltem Schweiß und großem Durst auf kaltes Wasser. Bei Kolik mit Durchfall ist auch Colocynthis zu vergleichen, das durch die Besserung durch Zusammenkrümmen und starken Druck bestimmt ist.
Verwandte Mittel
Helleborus nigerVeratrum albumColocynthisAconitum napellusRanunculus bulbosus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.