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Materia medica · Nr. 1742

Helleborus foetidus

Hell-f.

In 15 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Helleborus foetidus, die Stinkende Nieswurz, ist eine Verwandte des besser bekannten Helleborus niger und homöopathisch nur wenig geprüft. Die Repertorien führen sie bei Haarausfall, Abfallen der Nägel und schuppender, sich schälender Haut nach Scharlach. Dazu kommen Einträge zu Nackensteife und zu choleraartigen Durchfällen.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert. Beschrieben werden Zustände nach schweren, zehrenden Erkrankungen, in denen Haut, Haare und Nägel leiden.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegt für diese Art nichts Belastbares vor. Für die Gattung ist die kennzeichnende Stumpfheit und Teilnahmslosigkeit bei Helleborus niger beschrieben; auf Helleborus foetidus ist sie nicht ohne Weiteres zu übertragen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung nach durchgemachter schwerer ErkrankungVerschreibung erfolgt nach dem Haut- und Haarbefund

Für Helleborus foetidus sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die überlieferten Angaben betreffen die Erholungsphase nach schweren fieberhaften Erkrankungen: Haare fallen aus, Nägel lösen sich, die Haut schuppt sich in groben Fetzen. Das ist ein Befund und kein Gemütsbild. Helleborus niger, die weit besser geprüfte Verwandte, ist durch eine ausgeprägte Stumpfheit gekennzeichnet, ein verlangsamtes Antworten und einen leeren, starren Blick; diese Züge gehören dorthin und werden hier nicht behauptet. Wer Helleborus foetidus erwägt, geht vom körperlichen Bild aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Haarausfall, in den Repertorien ausdrücklich verzeichnet
Abfallen und Ablösen der Nägel
Grobe Hautschuppung nach Scharlach; die Haut wird hart und schält sich in Fetzen ab
Steifigkeit im Nacken und in der Halswirbelsäule
Wässrige, choleraartige Durchfälle
Allgemeine Hinfälligkeit im Anschluss an schwere Erkrankungen
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Kälte während der Erholungsphase
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Wärme und Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

HaarausfallAbfallen der NägelHautschuppung nach ScharlachNackensteifeWässrige Durchfälle

Abgrenzung

Helleborus niger ist das Hauptmittel der Gattung und ungleich besser geprüft; es steht für Zustände mit ausgeprägter geistiger Stumpfheit, verlangsamten Antworten und wässrigen, eiweißreichen Ausscheidungen und ist bei entsprechenden Bildern zuerst zu prüfen. Bei Haarausfall nach zehrenden Erkrankungen werden klassisch Acidum phosphoricum, Lycopodium clavatum und Natrium muriaticum genannt. Bei grober Schuppung nach Scharlach steht Arsenicum album mit Unruhe und Frostigkeit im Vordergrund, ferner Sulphur bei trockener, schuppender Haut.

Verwandte Mittel

Helleborus nigerAcidum phosphoricumArsenicum albumLycopodium clavatumSulphur

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.