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Materia medica · Nr. 1740

Heliotropium peruvianum

Helio.

In 15 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Heliotropium peruvianum, die Vanilleblume, ist ein kleines, wenig geprüftes Pflanzenmittel aus der Familie der Raublattgewächse. Die Repertorien führen es fast ausschließlich im weiblichen Bereich: Lageveränderung der Gebärmutter, weißer Fluss und schmerzhafte Regelblutung. Bemerkenswert ist die Verbindung von Gebärmutterbeschwerden mit Beschwerden der Stimme und die Verschlimmerung im Sitzen.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert. Beschrieben werden überwiegend Frauen mit Senkungsbeschwerden und schlaffem Halteapparat.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegt in der Literatur nichts Belastbares vor. Das Mittel wird über den Unterleibsbefund und die begleitenden Stimmbeschwerden bestimmt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung durch anhaltende UnterleibsbeschwerdenVerschreibung erfolgt nach dem körperlichen Befund

Für Heliotropium peruvianum sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die Prüfungsgrundlage ist schmal geblieben und beschränkt sich im Wesentlichen auf den weiblichen Unterleib und den Kehlkopf. Was mittelbar mitschwingt, ist die Erschöpfung, die anhaltende Senkungs- und Regelbeschwerden mit sich bringen, sowie die Belastung durch eine belegte, unsichere Stimme. Ein Charakterbild im Sinne der geprüften Konstitutionsmittel liegt nicht vor. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die auffällige Verbindung von Gebärmutter und Stimme sowie auf die Modalität des Sitzens.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Lageveränderung der Gebärmutter mit Senkungs- und Ziehgefühl im Becken
Beschwerden der Gebärmutter, die von Stimmveränderungen begleitet werden; in den Repertorien mit mittlerem Grad geführt
Deutliche Verschlimmerung im Sitzen, ebenfalls im mittleren Grad verzeichnet
Weißer Fluss
Schmerzhafte Regelblutung, ausdrücklich der häutigen Form der Dysmenorrhoe zugeordnet
Heiserkeit und belegte Stimme
Verschlechterung
  • Sitzen, besonders längeres Sitzen
  • Während der Regelblutung
Verbesserung
  • Liegen und Entlastung des Beckens
  • In der übrigen Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Senkungs- und Lagebeschwerden der GebärmutterSchmerzhafte Regelblutung, besonders die häutige FormWeißer FlussHeiserkeit im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden

Abgrenzung

Sepia ist das große Mittel für Senkungsbeschwerden mit dem kennzeichnenden Drängen nach unten, dem Bedürfnis, die Beine zu kreuzen, und dem ausgeprägten Gemütsbild; es ist bei diesen Beschwerden zuerst zu prüfen. Borax veneta und Ustilago maydis werden bei häutiger Dysmenorrhoe genannt, Viburnum opulus bei krampfartiger Regelblutung mit Ausstrahlung in die Oberschenkel. Für Heliotropium peruvianum spricht allein die auffällige Verbindung von Gebärmutterbeschwerden mit Stimmbeschwerden bei deutlicher Verschlimmerung im Sitzen.

Verwandte Mittel

SepiaBorax venetaViburnum opulusUstilago maydisLilium tigrinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.