Hekla lava wird aus der Asche des isländischen Vulkans Hekla bereitet und ist in der Literatur als ausgesprochenes Knochenmittel überliefert. Bekannt wurde es durch die Beobachtung, dass Schafe, die auf aschebedeckten Weiden grasten, Knochenauftreibungen am Kiefer entwickelten. Entsprechend führen die Repertorien das Mittel mit hohem Grad bei Knochenauswüchsen im Gesicht sowie bei Kieferabszessen, Zahnwurzelentzündungen und Beschwerden nach Zahnziehen.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild in der Literatur beschriebenZermürbung durch anhaltende Knochen- und ZahnschmerzenErschöpfung bei langwierigen eitrigen KnochenprozessenEmpfindlichkeit gegen Druck auf die betroffenen Stellen
Zu Hekla lava liegen in den Repertorien keine Gemütsrubriken vor, und auch die Materia medica beschreibt kein Seelenbild. Das Mittel gehört zu den örtlich wirkenden Arzneien, die über einen scharf umrissenen Befund am Gewebe bestimmt werden. Was sich sagen lässt, betrifft die Lage des Kranken und nicht seinen Charakter: Knochen- und Zahnschmerzen dieser Art halten lange an, sind gegen Druck empfindlich und zehren an den Kräften. Wer das Mittel erwägt, prüft daher den Befund an Kiefer, Zähnen und Röhrenknochen, nicht die Gemütslage.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Anspannung vor zahnärztlichen Eingriffen, da Beschwerden nach Zahnziehen verzeichnet sind
Leitsymptome
- Nach dem Ziehen von Zähnen, in den Rubriken eigens verzeichnet
- Druck auf die betroffenen Zähne und Knochenstellen
- Berührung der aufgetriebenen Knochenpartien
- Kauen und Beanspruchung des Kiefers
- Schonung der betroffenen Knochen- und Zahnpartien
- In den vorliegenden Rubriken sind eigenständige Besserungsmodalitäten nicht verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
- In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Knochenauswüchse und Auftreibungen, besonders am Kiefer und am SchienbeinKieferabszess und ZahnwurzelentzündungBeschwerden im Anschluss an das Ziehen von ZähnenKnochenfraß und eitrige Knochenprozesse, auch an der NaseVerhärtung und Schwellung der HalsdrüsenKnochenhautentzündung, in den klinischen Rubriken genanntSchwierige Zahnung, in den Zahnrubriken aufgeführt
Abgrenzung
Silicea gilt als das große Mittel bei langwierigen eitrigen Knochenprozessen und Fistelbildung, verlangt aber die frostige, schwitzende Konstitution mit mangelnder Ausreifung; Hekla lava wird demgegenüber vor allem örtlich bei Knochenauftreibung und Kieferbefall herangezogen. Mercurius solubilis wird bei Knochenschmerz mit Nachtverschlimmerung, Speichelfluss und übelriechendem Atem zugeordnet. Calcarea fluorica steht der Verhärtung von Knochen und Drüsen nahe und ist bei steinharten Auftreibungen häufig zu erwägen; Phosphorus wird bei Knochenerweichung und Kieferbeteiligung genannt.
Verwandte Mittel
SiliceaMercurius solubilisPhosphorusCalcarea fluoricaAurum metallicumSymphytum officinale
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.