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Materia medica · Nr. 1730

Hedysarum ildefonsianum

Hedy.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Hedysarum ildefonsianum ist eine südamerikanische Schmetterlingsblütlerpflanze, die über die brasilianische Materia medica in die homöopathische Literatur gelangte. Ihr Anwendungsfeld ist eng umschrieben: die Repertorien führen sie fast ausschließlich im Zusammenhang mit gonorrhoischen Entzündungen, am männlichen Glied ebenso wie am Auge. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild beschrieben; das Mittel wird ausschließlich beschwerdebezogen geführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Hedysarum gehört zu den kleinen Mitteln der brasilianischen Überlieferung, deren Anwendung sich aus der klinischen Beobachtung einzelner Krankheitsbilder ergab. Charakterzüge im Sinne eines Arzneimittelbildes werden in der Literatur nicht dargestellt.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetrein klinisch-organbezogene ÜberlieferungSchwerpunkt auf Entzündungen des Urogenitalbereichs

Zu Hedysarum ildefonsianum enthalten die vorliegenden Rubriken keinerlei Gemüts- oder Geisteseinträge. Das Mittel stammt aus der klinischen Tradition und nicht aus einer breiten Arzneimittelprüfung, weshalb die seelische Ebene unbeschrieben bleibt. Wer nach einem Gemütsbild sucht, findet in der Literatur nichts Belastbares. In der Praxis wird das Mittel deshalb üblicherweise über die lokalen Beschwerden und nicht über die Persönlichkeit erwogen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Entzündung am männlichen Glied, in den Repertorien unter Genitalien männlich als Entzündung des Penis geführt
Augenentzündung gonorrhoischer Herkunft, also im Gefolge eines Trippers auftretend - der auffälligste Zug des Mittels
Gonorrhoe selbst, unter den klinischen Rubriken verzeichnet
Der Zusammenhang zwischen Genital- und Augenbeteiligung ist das eigentlich Kennzeichnende
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Gonorrhoe, klassisch das Hauptfeld dieses MittelsEntzündliche Zustände am männlichen GliedAugenentzündung im Gefolge einer GonorrhoeFolgezustände nach Tripper, wie sie die ältere Literatur beschreibt

Abgrenzung

Von den großen Mitteln des gonorrhoischen Formenkreises wie Medorrhinum unterscheidet sich Hedysarum durch das Fehlen jedes Konstitutions- und Gemütsbildes; Medorrhinum trägt ein ausgearbeitetes Bild mit Rastlosigkeit, Nachtverschlimmerung und Besserung am Meer. Gegenüber Cannabis sativa und Thuja, die ebenfalls in diesem Umfeld genannt werden, bleibt Hedysarum ein schmal umrissenes Mittel der klinischen Zuordnung. Die Augenbeteiligung im Gefolge des Genitalgeschehens ist der Zug, der es in den Repertorien von den übrigen abhebt.

Verwandte Mittel

MedorrhinumThuja occidentalisCannabis sativaArgentum nitricumCopaiva officinalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.