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Materia medica · Nr. 1713

Gymnema sylvestre

Gymne.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gymnema sylvestre ist eine kletternde Seidenpflanze Süd- und Südostasiens, in Indien seit langem unter dem Namen Gurmar, Zuckerzerstörer, bekannt. Das Kauen der Blätter hebt vorübergehend die Empfindung für Süßes auf - eine ungewöhnlich anschauliche Eigenschaft, die sich in der Datenbasis in der Rubrik zum Geschmack wiederfindet. Daneben führt die traditionelle Verwendung sie bei Bissen giftiger Tiere; auch dieser Zug ist in den klinischen Rubriken verzeichnet. Die homöopathische Prüfung ist schmal.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Pflanze wird in der Literatur über ihre beiden auffälligen Verwendungen beschrieben, nicht über einen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Ein Wesensbild lässt sich aus den zwei verzeichneten Bereichen nicht ableiten und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt auf Geschmacksempfindung und BisswundenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Gymnema sylvestre sind in der Datenbasis keine Rubriken aus dem Kapitel Gemüt hinterlegt. Die Pflanze ist vor allem aus der indischen Heilkunde bekannt, wo sie über Jahrhunderte verwendet wurde; in die homöopathische Arzneimittellehre ist sie nur mit wenigen Angaben eingegangen. Ein Gemütsbild liegt nicht vor. Wer das Mittel erwägt, geht von der Veränderung der Geschmackswahrnehmung oder von dem überlieferten Bezug zu Bisswunden aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Veränderungen des Geschmacks - das Kauen der frischen Blätter hebt die Wahrnehmung von Süßem vorübergehend auf, worauf der indische Name Zuckerzerstörer zurückgeht
In den klinischen Rubriken bei Wunden verzeichnet
Ausdrücklich bei Bissen giftiger Tiere aufgeführt, entsprechend der traditionellen Verwendung bei Schlangenbiss
Weitere körperliche Angaben liegen in der Datenbasis nicht vor
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • Die Aufhebung der Süßempfindung ist als Wahrnehmungsveränderung überliefert, nicht als Verlangen oder Abneigung
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Veränderungen des Geschmacks aufgeführtIn den klinischen Rubriken bei Bissen giftiger Tiere genanntIn den klinischen Rubriken bei Wunden verzeichnetIn der indischen Heiltradition bei Zuständen mit gestörtem Zuckerhaushalt verwendet

Abgrenzung

Bei Bissen giftiger Tiere sind Ledum palustre mit der Besserung durch Kälte an der Stichstelle, Lachesis mit dunkler Verfärbung und Zerfallsneigung sowie Crotalus horridus mit der Blutungsneigung die ausgearbeiteten Mittel. Bei Veränderungen des Geschmacks stehen Pulsatilla mit dem faden, fettigen Geschmack und Mercurius solubilis mit dem metallischen Geschmack daneben. Gymnema bleibt ein Mittel mit sehr schmaler homöopathischer Datenbasis, dessen Bekanntheit vor allem aus einer anderen Heiltradition stammt.

Verwandte Mittel

Ledum palustreLachesisCrotalus horridusSyzygium jambolanumCephalandra indica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.