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Materia medica · Nr. 1698

Guano australis

Guan.

Auch: Guano.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Guano australis wird aus dem Kot von Seevögeln gewonnen, der sich an den regenarmen Küsten Südamerikas über lange Zeiträume anhäuft und reich an Stickstoff- und Harnsäureverbindungen ist. In der Homöopathie ist Guano ein kleines, wenig geprüftes Mittel; die drei vorliegenden Rubriken betreffen sämtlich den Kopf und heben eine eigentümliche Empfindung hervor: Kopfschmerz mit dem Gefühl, der Kopf sei offen. Ein umfassendes Arzneimittelbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Konstitutionsbild ist für Guano australis nicht überliefert. Das Mittel ist über einige wenige Prüfungsbeobachtungen und die stickstoffreiche Zusammensetzung des Ausgangsstoffs in die Sammlungen gelangt; ein Wesensbild lässt sich daraus nicht ableiten. Angaben zu Temperament oder Körperbau wären hier ohne Grundlage.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBenommenheit während der KopfschmerzenEmpfindlichkeit gegen Geräusche im Anfall

In OpenHomeopath sind für Guano australis keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die vorliegenden Angaben beschränken sich vollständig auf den Kopf. Was sich an seelischer Beteiligung sagen lässt, ist unspezifisch und gehört zu Kopfschmerzzuständen allgemein: Benommenheit, Reizempfindlichkeit, der Wunsch nach Ruhe. Für die Mittelwahl trägt das nichts bei; maßgeblich ist die eigentümliche Kopfempfindung. Ausgearbeitete Gemütsbilder finden sich bei diesem Mittel nicht.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz mit dem Gefühl, der Kopf sei offen — die kennzeichnende Empfindung, in den Rubriken eigens verzeichnet
Kopfschmerz allgemein, als übergeordnete Zuordnung
Beschwerden des Kopfes allgemein
Jucken der Nase und Reizzustände der Schleimhäute, wie sie die ältere Literatur dem Guano zuschreibt, ohne Rubrikbeleg in der vorliegenden Datenbasis
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Kopfschmerzen mit dem Gefühl, der Kopf sei offen, in Repertorien Guano zugeordnetKopfschmerzen allgemeinReizzustände der Nasenschleimhaut, in der älteren Literatur genannt

Abgrenzung

Guano australis ist ein Randmittel; die Wahl stützt sich fast allein auf die Empfindung, der Kopf sei offen. Diese Vorstellung wird auch Cannabis indica, Nitri acidum und Lachesis mutus zugeordnet, die jedoch ein breit ausgearbeitetes Gesamtbild mitbringen. Bei stickstoff- und harnsäurereichen Ausgangsstoffen steht sachlich Acidum uricum nahe, das ebenfalls nur schmal beschrieben ist. Wo ein Kopfschmerz mit Berstungsgefühl im Vordergrund steht, sind Belladonna und Glonoinum die geläufigeren Mittel.

Verwandte Mittel

Cannabis indicaAcidum nitricumLachesis mutusBelladonnaGlonoinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.