Granatum punica, der Granatapfelbaum, wird in der Materia medica seit alters im Zusammenhang mit Wurmbeschwerden und den davon begleiteten Bauchsymptomen beschrieben. Kennzeichnend sind ein Drängen in der Leistengegend, als wolle sich dort ein Bruch hervorschieben, ein eigentümliches Gefühl des Schwebens wie auf Wellen sowie Schwindel mit Verdunkelung des Sehens, besonders bei älteren Menschen. Der Puls ist klein, das Bild insgesamt von Schwäche getragen.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken sind keine eigenständigen Gemütssymptome ausgewiesenBenommenheit und Schwindelgefühl beeinträchtigen die AufmerksamkeitSchlaflosigkeit ohne fassbare UrsacheMattigkeit und geringe Belastbarkeit
Zu Granatum punica liegen in den vorliegenden Rubriken keine eigentlichen Gemütssymptome vor. Verzeichnet ist Schwindel im Bereich des Verstandes, also eine Benommenheit, die das Denken erschwert, sowie Schlaflosigkeit im Allgemeinen. Die klassische Materia medica beschreibt kein ausgearbeitetes Gemütsbild: Das Mittel ist über Jahrhunderte vor allem als Wurmmittel verwendet worden, und die homöopathische Prüfung hat dementsprechend vorwiegend Bauch-, Kreislauf- und Empfindungssymptome hervorgebracht. Was an seelischer Verfassung berichtet wird, ist Ausdruck der körperlichen Schwäche — Mattigkeit, Unlust, gestörter Schlaf. Weitergehende Aussagen wären an dieser Stelle nicht belegt.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nach dem Essen
- Gehen und Bewegung
- Abends (Bauchbeschwerden)
- Nach dem Stuhlgang
- Aufrichten, wegen des Schwindels
- Kalte Getränke (Bauchbeschwerden)
- Ruhe im Liegen
- Abgang von Blähungen
Verlangen und Abneigungen
- Verlangen nach Obst, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Klassisch zugeordnet zu Wurmbeschwerden mit Bauchschmerzen und ÜbelkeitIn Repertorien im hohen Grad bei dem Gefühl aufgeführt, ein Bruch wolle sich in der Leiste hervorschiebenBei Schwindel mit Verdunkelung des Sehens, besonders im höheren Lebensalter, verzeichnetBei Blähungsbeschwerden mit eingeklemmten Winden und Gärung genanntBei Sodbrennen und Wasserzusammenlaufen im Mund beschriebenBei dem Empfindungsbild des Schwebens wie auf Wellen aufgeführt
Abgrenzung
Cina steht ebenfalls im Zusammenhang mit Wurmbeschwerden, dort jedoch mit Nasenbohren, Heißhunger und ausgeprägter Reizbarkeit bei Kindern, die Granatum punica nicht kennzeichnet. Spigelia teilt Bauchschmerzen bei Wurmbelastung, betont aber die stechenden Nerven- und Herzschmerzen. Nux vomica zeigt eingeklemmte Blähungen mit vergeblichem Stuhldrang, verbunden mit Reizbarkeit und Kälteempfindlichkeit. Für Granatum sprechen das Drängen in der Leiste wie bei einem Bruch, das Schwebegefühl und der kleine Puls bei allgemeiner Schwäche.
Verwandte Mittel
CinaSpigelia anthelmiaNux vomicaNux moschataLycopodium clavatumChina officinalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.