HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1688

Gossypium herbaceum

Goss.

In 136 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gossypium herbaceum, die Baumwollpflanze, wird in der Materia medica fast ausschließlich als Frauenmittel beschrieben. Alle kennzeichnenden Rubriken kreisen um die Regelblutung und die weiblichen Organe: eine Blutung, die stoßweise hervorbricht und nur kurz anhält, ausbleibende oder verzögerte Regel, ziehende Schmerzen in der Leistengegend. Daneben führen die Repertorien das Mittel bei Knoten in der Brust und bei polypenartigen Wucherungen.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp wird nicht beschrieben. Verzeichnet sind Neigung zu Erkältungen und allgemeine Schwäche bis zur Entkräftung; das Bild ist über die Organbeziehung bestimmt, nicht über die Gestalt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Die Literatur beschreibt zu diesem Mittel kein eigenständiges Charakterbild; die Beobachtungen betreffen die Zeit um die Regelblutung, in der Erschöpfung und Appetitlosigkeit im Vordergrund stehen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Rubriken ausgewiesenErschöpfung und Mattigkeit um die Zeit der RegelblutungUnruhe bei ausbleibender oder verzögerter RegelEmpfindlichkeit im Zusammenhang mit den Unterleibsbeschwerden

Für Gossypium herbaceum enthalten die vorliegenden Rubriken keinen Eintrag im Kapitel Gemüt, und auch die klassische Materia medica beschreibt keine ausgearbeitete seelische Thematik. Was sich sagen lässt, ist mittelbar: Die Kranken sind um die Zeit der Regel matt und appetitlos, was in der Rubrik zum fehlenden Appetit während der Menses ausdrücklich verzeichnet ist. Die allgemeinen Rubriken nennen Schwäche bis zur Entkräftung. Ein Gemütsbild darüber hinaus zu zeichnen, wäre nicht belegt. Die Mittelwahl gründet hier vollständig auf den Zeichen der weiblichen Organe und den Schmerzqualitäten.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Regelblutung, die stoßweise hervorbricht und nur kurz anhält - beides im höchsten Grad verzeichnet
Blut zäh und fadenziehend; die Blutung kann auch zu reichlich sein
Ausbleibende Regel sowie verspätete, spärliche und blasse Blutung; schmerzhafte Regel
Knoten in der Brustdrüse, auch harte Knoten; polypenartige Wucherungen im höchsten Grad verzeichnet
Stechende Schmerzen in der Leistengegend während der Regel; stechen auch im Rippenbogenbereich
Ziehende und drückende Schmerzen, die von innen nach außen drücken; wunder, zerschlagener Schmerz und wandernde Schmerzen
Fehlender Appetit während der Regelblutung
Wundwerden zwischen den Oberschenkeln; Schweregefühl der Hände, das sich in der Bettwärme verschlimmert
Verschlechterung
  • Während der Regelblutung
  • Bettwärme, besonders für das Schweregefühl in den Händen
  • Kälteeinwirkung, bei der Neigung zu Erkältungen
  • Bewegung des Unterleibs, bei ziehenden Schmerzen
Verbesserung
  • Eintreten und freies Fließen der Regelblutung
  • Ruhe
  • Kühle Luft, entsprechend der Verschlimmerung durch Bettwärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Fehlender Appetit während der Regelblutung, ohne Angabe bestimmter Speisen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei stoßweise hervorbrechender und kurz dauernder Regelblutung im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu ausbleibender oder verspäteter RegelblutungBei Knoten in der Brustdrüse verzeichnetBei polypenartigen Wucherungen im höchsten Grad geführtBei schmerzhafter Regel mit Stechen in der Leistengegend genanntBei allgemeiner Schwäche im Zusammenhang mit Störungen der Regelblutung beschrieben

Abgrenzung

Pulsatilla teilt die verspätete, spärliche und wechselhafte Regelblutung, zeigt aber das kennzeichnende Verlangen nach frischer Luft, die Tränenneigung und das Bedürfnis nach Zuspruch. Sepia steht bei herabdrängendem Gefühl im Becken mit Gleichgültigkeit gegenüber den Angehörigen und Besserung durch heftige Bewegung. Conium maculatum ist bei harten Knoten in der Brust zu bedenken, dort mit Verschlimmerung durch Erschütterung. Cimicifuga zeigt krampfartige Schmerzen, die quer durch den Unterleib schießen und mit der Stärke der Blutung wechseln. Für Gossypium spricht die eigentümliche Verbindung von stoßweiser, kurz dauernder und zäher Blutung.

Verwandte Mittel

PulsatillaSepiaConium maculatumCimicifuga racemosaUstilago maydisSabina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.