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Materia medica · Nr. 1656

Geranium maculatum

Ger.

In 16 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Geranium maculatum, der Gefleckte Storchschnabel oder Wilde Cranesbill, ist ein nordamerikanisches Kraut mit stark zusammenziehender Wurzel, das in der Volksmedizin als Blutstillungsmittel diente. Die Homöopathie hat diese Ausrichtung übernommen: Die Repertorien führen es bei Blutungen, bei Ruhr und Durchfall sowie bei Verstopfung mit vergeblichem Drang und Pressen. Das Kernthema ist die blutende, gereizte Schleimhaut des Verdauungskanals.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Klassisch werden geschwächte Menschen nach Blutverlusten und langwierigen Durchfällen beschrieben; ein eigener Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet.
Thermalitätwechselnd
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Geranium maculatum gehört zu den Mitteln, die nach dem örtlichen Befund gewählt werden; über Wesen und Stimmung äußert sich die Literatur nicht. Erwähnt wird die Schwäche nach Säfteverlust, die zum Zustandsbild und nicht zum Charakter gehört.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetSchwäche nach Blutverlust, aus der klinischen BeschreibungAuswahl nach dem örtlichen Befund

Für Geranium maculatum sind keine Gemütszeichen hinterlegt. Die Materia medica beschreibt es als zusammenziehendes Mittel für blutende Schleimhäute und beschränkt sich auf Magen, Darm, Rachen und die weiblichen Organe. Ein seelisches Bild ist nie ausgearbeitet worden. Wo Mattigkeit und Blässe erwähnt werden, gehören sie zur Folge des Blutverlusts. Wer nach Gemütszeichen sucht, findet sie bei den größeren Blutungsmitteln der Materia medica, nicht hier.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Blutungsneigung, in den klinischen Rubriken eigens aufgeführt — klassisch aus Magen und Darm
Ruhr und Durchfall
Verstopfung mit vergeblichem Drang und Pressen, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
Weißfluss
Wunder, rauer Halsschmerz
Gefühl von Fülle in den Augen, begleitet von Doppeltsehen
Verschlechterung
  • Nach dem Stuhlgang, mit anhaltendem Drang
  • Bewegung bei bestehender Blutung
  • Weitere Verschlimmerungen sind nicht geprüft
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen
  • Warme Anwendungen auf dem Bauch
  • Weitere Besserungen sind in den Quellen nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Blutungen aus Magen und DarmRuhr und DurchfallVerstopfung mit vergeblichem DrangWeißflussWunder Halsschmerz

Abgrenzung

Bei Blutungen aus dem Magen sind Hamamelis mit dunklem, venösem Blut und Wundheitsgefühl sowie Millefolium mit hellrotem, schmerzlosem Blut die besser geprüften Mittel. Bei Ruhr mit vergeblichem Drang steht Mercurius solubilis mit dem nicht endenden Stuhldrang im Vordergrund, Nux vomica bei Verstopfung mit erfolglosem Pressen und Reizbarkeit. Geranium maculatum wird in der Literatur als zusammenziehendes Mittel dort genannt, wo Blutung und gereizter Darm zusammentreffen; ein eigenes unterscheidendes Gemütsbild besitzt es nicht.

Verwandte Mittel

Hamamelis virginianaMillefoliumMercurius solubilisNux vomicaChina officinalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.